- 12.09.2010 Bad Segeberg ++ Zum ersten Mal in der langen Geschichte des Landesturniers in Bad Segeberg hat eine Frau den Großen Preis der Volks- und Raiffeisenbanken gewonnen: Inga Czwalina aus Fehmarn griff den Springreitern den Sieg im Stechen vor der Nase weg ++ Erst seit drei Jahren dürfen die Damen im Großen Preis mitmischen, weil der bis dato wegen der Landesmeisterschaft lediglich den Herren vorbehalten war ++ Prompt witzelte der LM-Dritte Jörg Naeve (Bovenau): "Jetzt lassen wir sie schon mal mitreiten und dann schnappt sie uns die Goldene Schleife weg." Nun hat die 33-jährige das allerdings nicht zum ersten Mal in einem Großen Preis gemacht. Wenige Stunden nach ihrem Sieg in der Landesmeisterschaft der Damen mit Cordoba, setzte Czwalina voll auf die Stärken von Easy Going. Die acht Jahre alte Holsteiner Stute erwarb die Reiterin bereits als Fohlen und inzwischen steht fest, dass der Name Programm ist: "Sie ist unheimlich leicht, auch am Sprung, sie will rüber und das gibt einem ein tolles Gefühl." Die Insulanerin setzte sich mit der 41,87 Sekunden schnellen und fehlerfreien Runde sogar noch vor den Landesmeister der Springreiter. Nisse Lüneburg aus Hetlingen, der eigentlich mit 21 Jahren auch noch in der Konkurrenz der Jungen Reiter hätte starten können, sauste den Kollegen in der Meisterschaft mit Calle Cool unbekümmert davon. Den übernahm er erst vor zwei Wochen von Carsten-Otto Nagel (Wedel) der mit Lex Lugar Zweiter wurde. "Das ist schon eine kuriose Geschichte," grinste der Blondschopf, der auf dem Magdalenenhof von Wolfgang Herz arbeitet und damit sportlich der Nachbar von Nagel auf dem Moorhof von Michael Herz ist. "Carsten war auch zufrieden. Ich hatte zwar auf Anhieb ein ganz gutes Gefühl mit Calle Cool, aber Turnier ist ja doch immer was anderes. Praktisch kenne ich ihn gar nicht. Nie hätte ich gedacht, dass es so gut läuft." Hinter den beiden Wedelern, die Gold und Silber abräumten, holte Vorjahressieger Jörg Naeve Bronze. Für Nisse Lüneburg ist die Freiluftsaison nun beendet, das nächste Ziel des jungen Reiters ist die Baltic Horse Show vom 14. bis 17. Oktober in Kiel.
Erster Titel für Martin Christensen
Martin Christensen, Dressurausbilder auf dem Tannenhof in Wedel, holte sich den Titel des Landesmeisters Dressur mit dem 13 Jahre alten Hannoveraner Anatol. Der Pferdewirtschaftsmeister gewann den Grand Prix und auch die abschließende Grand Prix Kür und freute sich auch deshalb weil "ich ja schon zweimal Dritter war.? Der 43 Jahre alte Reiter stammt aus Dänemark, hat seine Ausbildung bei Burkhard Wahler in Medingen gemacht und ist nach Stationen in Hagen a.T.W. auf dem Hof Kasselmann und bei Heike Kemmer in Winsen nun seit 12 Jahren auf dem Tannenhof zuhause. "Anatol habe ich seit drei Jahren und er hat an Routine gewonnen. Ich mag an ihm, dass er wirklich immer alles gibt," lobt der Profi seinen Sportpartner. Hinter Christensen wurde Rainhard Nielsen mit Daquino Zweiter vor dem Vorjahressieger Wieger Derk de Boer (Pinneberg). Der hatte in der Grand Prix Kür alle Hände voll zu tun mit seinem Kupfermann. Der zwölf Jahre alte Wallach fand sein Umfeld gar nicht gut: "Der hat sich an irgendwas fest geguckt, ich habe es schon gleich gemerkt," so de Boer. Dem Unmut machte Kupfermann deutlich Luft und sprang temperamentvoll in die Luft - fast wie ein Lippizaner der Wiener Hofreitschule. "Ich muss den sonst fast durch die Prüfung tragen," lachte de Boer hinterher, "das ist so ungewöhnlich für ihn. Aber so was kann eben auch mal passieren, ich nehme ihm das nicht übel und er hat sich danach wieder beruhigt."
"Wiederholungstäterin" Alexandra Bimschas
Die Damenmeisterschaft holte sich erneut Alexandra Bimschas aus Boostedt mit Wito Corleone. Der Wallach stand für wenige Wochen im Frühjahr zum Verkauf, dann bekam ihn seine Ausbilderin wieder und inzwischen hat der ebenso sensible wie freche Wito wieder an Konstanz gewonnen, allerdings will Bimschas unbedingt noch am Kraftzuwachs arbeiten. Petra Wilm (Tasdorf) erlebte ein Wochenende mit unterschiedlichen Gefühlslagen.. Die Reiterin wiederholte mit dem Trakehner Hengst King Arthur den Silbermedaillengewinn des Vorjahres, freute sich über die Unterstützung von ihrer Tochter und verabschiedete ihre Caroline am Wochenende nach Kanada. Dort geht Caroline Wilm zur Schule, war im Sommer für drei Monate zuhause und entschwand nun wieder Richtung Toronto. Neu in der Riege der Medaillengewinner ist Vivien Zeyns aus Heide mit Pierrot. Weil Anja Hermelink (Hamburg) nach einer Verletzung ihres Pferdes nicht mehr antreten konnte, rutschte Zeyns ins Finalfeld und nutzte ihre Chance. Der sanierte Dressurplatz sorgte allenthalben für große Zufriedenheit. "Das ist 100 Prozent besser, als vorher," befand Bimschas und so sahen es auch die Kollegen.
Abteilungsreiter entführen Standarten
Der Fehmarnsche RRV darf die Landesstandarte des Abteilungswettkampf nun behalten und fügte seiner langen Liste von Siegen im Kult-Wettbewerb einen weiteren hinzu. Wenn Fehmarns Reiter von ihrer Insel rollen, dann ist das für die Standarten immer fast so etwas wie ein Kurz-Urlaub .... Bei den Junioren-Reitabteilungen gewann der RV Zarpen unter der Regie von Herbert Spennemann. Seit etlichen Jahren präsentiert der Reitlehrer die Zarpener Mannschaften und sitzt mit 79 Jahren noch genauso kerzengrade beim Aufmarsch der Reitabteilungen hoch zu Ross wie vor 20 Jahren.
Waabs ist pferdefreundliche Gemeinde 2010.
Die Gemeinde Waabs ist Schleswig-Holsteins Pferdefreundliche Gemeinde 2010. Alle vier Jahre wird diese Auszeichnung vergeben und läuft als bundeweiter Wettbewerb über die FN und die Landesverbände. In Bad Segeberg wurde die Auszeichnung nun vergeben. Die Gemeinde an der Ostseeküste arbeitet mit den vier großen Reitbetrieben, die alle unterschiedliche Schwerpunkte haben und mit dem RV Waabs-Langholz intensiv zusammen. Es gibt einen Reitweg an der Promenande und eine Badestelle für Pferde und Reiter, die Betriebe stellen Wege auf ihren Flächen bereit, die gut vernetzt sind und mitten im Ort gibt es einen Trainings- und Turnierplatz. Zu den Betrieben zählen der Stall Peter Hoff, das Gut Ludwigsburg, der Reiterhof Seeberg und der Zuchtbetrieb von Lorenz Lassen.
Die Itzehoer Versicherungen, der Smart und die Luftballons ....
....zogen nicht wenig Aufmerksamkeit auf sich. Wie viele Ballons passen in den Smart - eine Frage an der sich beim 62. Landesturnier viele versuchten. Schon beim Landesbreitensportturnier lud die Itzehoer zum Gewinnspiel und lud die Siegerin und die Platzierten zum Landesturnier ein. Am besten hat Tina Vogt aus Klein Gladebrügge geraten, legte fast eine Punktlandung hin und gewann einen Einkaufsgutschein bei Reitsport Loesdau. Über Abschwitzdecke, bzw. Halfter freuten sich Maike Nehmann (Todesfelde) und Annette Schlüter (Latendorf) ....
Dieter Medow mit neuem "Zeitplan"
Der neue Vorsitzende des Pferdesportverbandes Schleswig-Holstein, Dieter Medow, kennt das Landesturnier in Bad Segeberg fast wie seine Westentasche. Schon als 14-jähriger hatte Medow seinen ersten Landesturnier-Job als "Läufer" - also Ergebnisse vom Dressurplatz holen und in die Meldestelle tragen. Beim ersten Einsatz als Vorsitzender, der zwar wie er sagt, " nicht die operative Leitung hat", aber trotzdem gut zu tun, wurde deutlich, dass ein Fahrrad im kommenden Jahr großen Nutzen entfalten dürfte, um von A nach B zu kommen .... Die Perspektive auf das Landesturnier hat sich bei Dieter Medow zwangsläufig gewandelt: "Man hat einen andern Blickwinkel - in Unternehmen sagen wir Helikopter-View - also von oben auf das Ganze blicken. Das Landesturnier hat eine große Tradition und hier müssen wir schauen, wie wir die Tradition erhalten und was und wo man modernisieren müßte oder könnte."
Alle Informationen und News vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein und zum Landesturnier gibt es auch online direkt unter www.duw-sh.de/landesturnier
- 11.09.2010 Bad Segeberg ++ Auf die erste Wertungsprüfung schauen alle -Eine Prognose kann stimmen oder auch nicht - bei drei Teilprüfungen kann so ziemlich alles passieren, da wurden in Bad Segeberg auf dem Landesturnierplatz auch Titelfavoriten schon nach "hinten durch gereicht". ++ wer kommt wie ins Ziel und lässt sich daraus etwas für den weiteren Verlauf der Landesmeisterschaften Springen ableiten? ++ Nisse Lüneburg wird sich darum nicht allzuviele Gedanken machen. Der in Hetlingen aufgewachsene und auf dem Wedeler Magdalenenhof beschäftigte 21 Jahre alte Springreiter gewann mit dem Holsteiner Wallach Chienos das erste S**-Springen und hat damit schon mal alles richtig gemacht. Chienos und Nisse, das ist schon seit zwei Jahren eine vertraute Kombination, Calle Cool und Nisse - das ist praktisch "brandneu". Der dunkle Holsteiner Wallach ist mit Carsten-Otto Nagel (Wedel) zu einiger Berühmtheit beim Deutschen Spring-Derby 2009 gekommen. Beide wurde Zweite. Seit 14 Tagen hat der meistens gar nicht so coole Calle einen neuen Reiter und das ist eben Nisse Lüneburg. "War ganz gut bis jetzt," sagt Nisse Lüneburg über die Runde auf dem riesigen Landesturnierplatz und "schaun wir mal....". Carsten-Otto Nagel selbst wurde mit seinem Derbysieger Lex Lugar Vierter und pilotierte zudem WM-Kandidatin Corradina auf Platz sechs. Der Titelverteidiger im Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken und in der LM, Jörg Naeve (Bovenau) belegte mit Coolidge den zweiten Rang. Bei den Springreiterinnen holte sich Evi Penzlin den ersten Sieg in der Springprüfung Kl. M** mit der Holsteiner Stute Antonia.. Die 33-jährige, die sich seit 2004 mit der Ausbildung von Pferden beschäftigt und nach Stationen in Heilgenstedten und Mehlbek in Bargenstedt zuhause war, wird in Basten in den kommenden Wochen ihren eigenen Betrieb eröffnen. Da kommt sportliche Publicity ja gerade Recht .... Eine Schrecksekunde erlebten die Zuschauer mitten in dieser ersten Wertungsprüfung, als Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld) vom Pferd stürzte. Nun passiert das den besten Reitern, Ackermann-Ripke kam zunächst aber gar nicht schnell auf die Beine und humpelte die ersten Schritte mit Hilfe eines Sanitäters. Wenig später konnte Ehemann Andreas Ripke Entwarnung geben: "Alles in Ordnung, nix passiert." Im Dressurlager bot das neu aufgearbeitete Viereck am Hang oberhalb des Segeberg Sees Gesprächsstoff. Mit dem Pagelplatz waren die Reiter in den vergangenen Jahren zunehmend unzufrieden gewesen. Der nun begradigte und mit neuer Tretschicht versehene Platz sorgte am Freitag für zufriedenere Gesichter.. ?Das ist ganz anders,? urteilte Jürgen Böckmann (Schenefeld) und Karin Lührs (Neversdorf), die morgens schon in der Kleinen Tour Dritte wurde fand es gar "Viel besser." Falk Rosenbauer (Lütjensee), immerhin Derbysieger und mehrmaliger Landesmeister hätte die neuen Bodenverhältnisse auch gern ausprobiert, musste jedoch schon am Donnerstagabend unverrichteter Dinge wieder nach Hause fahren, denn sein Kandidat Eidermann entstieg dem LKW und präsentierte ein dickes Bein. ?Ich dachte, das kann doch nicht wahr sein ? morgens alles top und dann so was,? so der Pferdewirtschaftsmeister. Auf das Spitzenpferd Desperados muss Rosenbauer derzeit verzichten, der elf Jahre alte Hengst des Gestütes Sprehe wird in dieser Woche von Sprehe-Tochter Kristina geritten, die zu den hoffnungsvollen Jungtalenten zählt. Rosenbauer ist Profi und kennt das Gefühl, auch mal ohne Pferd dazustehen: "Tina probiert ihn zunächst mal nur aus." In Bad Segeberg schaute der Pferdewirtschaftsmeister trotzdem mal vorbei, um den Kollegen in der Großen Tour zu zuschauen.
- 08.09.2010 Bad Segeberg ++ Der Andrang ist beträchtlich - rund 880 Reiterinnen und Reiter - eine noch weit größere Zahl von Pferden und mittendrin die Reitabteilungen aus ganz Schleswig-Holstein sorgen beim 62. Landesturnier in Bad Segeberg vom 10. bis 12. September für Fülle ++ Von Freitag bis Sonntag geht es in Teilprüfungen und mit dem gemeinsamen Auftritt der Abteilung im Dressurviereck um Punkte, Ruhm und Ehre ++ Die Wettkämpfe um die Landesstandarten haben Kult-Charakter: Es zählt in vielen Vereinen in Schleswig-Holstein einfach zum ?must have? den Abteilungswettkampf zu bestreiten, sei es nun bei den Junioren oder der "erwachsenen" Fraktion. Der Fehmarnsche RRV etwa hatte jahrelang geradezu ein "Abonnement" auf die Landesstandarte und auch heute noch gilt: Wenn die Fehmarner von ihrer Insel rollen, dann wollen sie auch was gewinnen. Springreiter Torben Köhlbrandt, seit 2009 im westfälischen Ibbenbüren zuhause und mit Disziplin-Bundestrainer Heinrich-Hermann Engemann Betreiber eines Sport- und Ausbildungsstalles, hat etliche Einsätze in den Junioren-Abteilungen Fehmarns absolviert. "Das war absolut spannend. Man muss Teamgeist entwickeln und sich zusammenreißen, um die bestmögliche Leistung für die Mannschaft rauszuholen .... Das war immer unheimlich aufregend." Mag sein, dass derlei Erlebnisse binden, denn Köhlbrandt ist nach wie vor Mitglied in Fehmarns legendärem Verein, ebenso wie auch Hans-Thorben Rüder, der schon seit etlichen Jahren in Greven (Westfalen) lebt und arbeitet. Dauergäste sind auch die Abteilungen des RV Zarpen, die stets von Herbert Spennemann vorgestellt werden. Spennemann hat bereits unzählige Male eine meist relativ nervöse Schar von Reitern und Pferden für beeindruckende Auftritte in Bad Segeberg betreut. Und so ist das Landesturnier im September für viele Vereine und ihre Reitlehrer und ?Equipenbetreuer? seit Jahrzehnten ein Fixpunkt im Kalender .... Gab es vor etlichen Jahren einen Rückgang bei den Junioren-Abteilungen zu beobachten, wächst der Anteil seither kontinuierlich und in diesem Jahr sind es sage und schreibe 34 Junioren-Abteilungen mit je vier Reitern, die den Wettkampf erobern wollen. Das darf man beim Pferdesportverband Schleswig-Holstein als gutes Zeichen werten. Titelverteidiger sind übrigens sowohl im Landeswettkampf, als auch im Wettkampf der Junioren-Reitabteilungen Fehmarns Mannschaften, aber die Konkurrenz "schläft nicht". Licht an .... .....das gilt am Samstagabend beim 62. Landesturnier. Das Flutlicht fällt dann auf die Champ-Dressurkür ab 18.45 Uhr, gefolgt vom PS-starken Auftritt beim Champ Hindernisfahren. Ein, Zwei- und Vierspänner sausen über den Platz und den krönenden Abschluss liefert das Champ Mannschaftsspringen der Reiterbünde Kl. L. Das entfaltet stets eine ganz besondere Atmosphäre .....
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- 07.09.2010 Bad Segeberg ++ Das 62. Landesturnier in Bad Segeberg wird - zu einer Art Familientreffen der norddeutschen Reiterei vom 10. bis 12. September ++ Rund 880 Reiterinnen und Reiter werden erwartet und weit mehr als 1000 Pferde ++ wie seine Vorgänger auch - Die Titelverteidiger in der Dressur und im Springen sind dabei und einer, der im vergangenen Jahr noch beim zeitgleich stattfindenden CSI4* Paderborn am Start war - Carsten-Otto Nagel aus Wedel, Derbysieger und Kandidat für die Weltmeisterschaften in Kentucky Ende des Monats, bringt diesmal einen ganzen LKW voller Pferde mit nach Bad Segeberg. "Das ist ein gutes Turnier," sagt der Pferdewirtschaftsmeister und das auch Corradina auf Stippvisite vorbeischaut. Die prominente Schimmelstute, mit der Nagel 2009 Silber und Bronze bei den Europameisterschaften in Windsor gewann und die maßgeblich am Gesamtsieg in der internationalen Riders Tour 2008 beteiligt war, wird zwecks Formerhaltung auch in Bad Segeberg an den Start gebracht. Carsten-Otto Nagel hat ein wohlsortiertes Pferdekontingent dabei - zum Beispiel auch Derby-Sieger Lex Lugar oder das Jungtalent Rarität. Ebenso wird Janne Friederike Meyer (Schenefeld), nominiert als WM-Reserve für Kentucky und im vergangenen Jahr statt zum Landesturnier ins kanadische Spruce Meadows zum Nationenpreis beordert, wieder in heimischen Gefilden am Start sein. Titelverteidiger ist Jörg Naeve (Bovenau) mit Calado - übrigens auch im Großen Preis der Volksbanken und Raiffeisenbanken. Für die Dressurelite verändert sich einiges beim 62. Landesturnier. Zunächst mal dürfen die Meisterschafts-Kandidaten ein neu vorbereitetes Dressurviereck am Hang oberhalb des Segeberger Sees erwarten. Der Pagelplatz wurde komplett abgezogen, mit einem Laser-Meßgerät begradigt und mit einer komplett neuen Tretschicht versehen. Diese Tretschicht enthält auch Wattboden, was im Pferdeland zwischen den Meeren vielleicht nicht ganz so ungewöhnlich ist. "Wir haben uns mit dem Club der Dressurreiter zusammengesetzt, um eine pragmatische und finanziell vertretbare Lösung zu finden," so Matthias Karstens, Geschäftsführer des Pferdesport-Verbandes Schleswig-Holstein. Den ersten Test erfährt der sanierte Platz bereits am Donnerstag, dem 9. September, denn dann ist freies Training erlaubt. Ab Freitag, dem 10. September, Punkt 08.15 Uhr wird es ernst: Mit einer Dressurprüfung Kl. S* startet die kleine Tour des Dressurprogramms auf dem Pagelplatz. Der Modus der Dressurmeisterschaften bei den Damen und Herren hat sich verändert: Alle drei Wertungsprüfungen - Kurz-Grand Prix, Grand Prix de Dressage und Grand Prix-Kür - zählen gleichwertig, die doppelte Wertung der Grand Prix-Kür entfällt. Das erscheint nur logisch, sind doch der Kurz GP und GP anspruchsvolle Prüfungen und alles andere als nur ?Zubringer? für die Kür. Matthias Karstens: ?Wir möchten, dass alle drei Prüfungen auch im Bewußtsein der Teilnehmer die gleiche Wertigkeit haben.? Übrigens: Wieger Derk de Boer (Pinneberg), der dreimal in Folge gewann, und Alexandra Bimschas (Boostedt) - beide Landesmeister 2009 - sind bei der neuen Auflage vom 10. bis 12. September erneut dabei. Ebenso die Vize-Landesmeister Petra Wilm (Tasdorf) und Rainhard Nielsen (Boostedt) und die Bronzemedaillengewinner Martin Christensen und Sophie Wels. Im Springen trifft Jörg Naeve Vize-Meister Lars Bak Andersen (Elmshorn) wieder, der LM-Dritte Mike Patrick Leichle aus Schnarup-Thumby weilt indes beim CSI4* Chernyakhovsk in Russland. Spannend dürfte es auch in der Landesmeisterschaft der Damen werden, denn mit Ausnahme von Titelverteidigerin Christina Gustafsson, sind mit Cora Ackermann-Ripke (Steinfeld), Inga Czwalina (Fehmarn), Ulrike Pöhls (Tasdorf) und Janne Friederike Meyer (Schenefeld) des Nordens beste Damen beim 62. Landesturnier dabei. Plus einer Neu-Schleswig-Holsteinerin - Mylene Diederichsmeier, die künftig für den RV Havighorst startet, einst Deutsche Meisterin und Zweite der internationalen Riders Tour war und gerade erst im Norden "vor Anker gegangen" ist. Das kann also wirklich spannend werden.
Alle Informationen und News vom Pferdesportverband Schleswig-Holstein und zum Landesturnier gibt es auch online unter www.pferdesportverband-sh.de