- 18.09.2011 Madrid/ESP (fn-press) ++ Rolf-Göran Bengtsson neuer Europameister ++ Carsten-Otto Nagel (Wedel) hat bei den Europameisterschaften der Springreiter in Madrid die Silbermedaille gewonnen und damit seinen Erfolg aus dem Jahre 2009 wiederholt ++ Bis zum Einzelfinale hatte der 48-Jährige mit seiner Schimmelstute Corradina noch mit einem hauchdünnen Vorsprung die Einzelwertung angeführt, kassierte aber in den beiden letzten Teilumläufen insgesamt zwei Abwürfe und verpasste damit den Sprung auf das oberste Siegertreppchen (8,69 Strafpunkte). Neuer Europameister ist der Schwede Rolf-Göran Bengtsson mit Ninja La Silla (6,77), Bronze gewann der Brite Nick Skelton mit Carlo (9,04). "Am Ende überwiegt natürlich die Freude über Silber. Wir sind beide noch jung, dass schaffen wir noch", sagte der alte und neue Vizeeuropameister. "Corradina ist super gesprungen und ich bin einfach nur dankbar." Nagel war bis zum Finale fehlerfrei geblieben, bis in der vierten Teilprüfung die Stange fiel. "Ich war an diesem Oxer zwar hoch, aber nicht weit genug. Nachher ist man immer schlauer, vielleicht wäre ein Galoppsprung weniger besser für uns gewesen. Danach war Corradina etwas eingeschüchtert und lief verkrampft", zog Nagel eine kurze Zwischenbilanz. Den zweiten Fehler kassierte das Paar im zweiten Umlauf auf der Schlusslinie. "Das war ein Reiterfehler. Ich muss einfach lernen, in solchen Situationen besser zu reiten." Nach Gold mit der Mannschaft und Silber im Einzel war Bundestrainer Otto Becker mehr als zufrieden. "Das EM-Fazit fällt natürlich super aus. Carsten-Otto hätte den Titel verdient gehabt."
Über fünf Umläufe wurde der Einzelsieger bei den Europameisterschaften in Madrid ermittelt. Nach dem Zeitspringen und zwei Nationenpreisrunden, ritten die besten 22 Reiter am Sonntag um die Medaillen. Alle deutschen Paare lösten das Ticket für das Einzelfinale. Wie bereits an den Vortagen musste Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky als erster deutscher Reiter in den Parcours und blieb zunächst fehlerfrei. "Cornet ist sehr gleichmäßig gesprungen. Beim letzten Sprung hatten wir etwas Glück, dass die Stange liegen blieb", so Kutscher. "Ich bin überrascht, wie fit der Hengst nach diesen vielen Wettkampftagen noch ist." In der letzten Teilprüfung erlaubte sich er sich einen Abwurf, so dass Kutscher in der EM-Gesamtwertung Elfter wurde (13,73). Ludger Beerbaum (Riesenbeck) kassierte einen Abwurf im ersten Finalumlauf und konnte trotz einer fehlerfreien letzten Runde nicht mehr in die Medaillenvergabe eingreifen. "Ich bin gar nicht mal unzufrieden. Die Stute hat meine Erwartungen erfüllt und ich bin überrascht, dass sie so gut am Wasser gesprungen ist".
Beerbaum beendete die EM als Achter (12,23). Zweitbeste Deutsche war bis zum Sonntag Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco. Allerdings konnte die 30-Jährige nicht mehr ganz an die Form der Vortage anknüpfen und leiste sich im ersten Finalumlauf zwei Abwürfe. "Mops war schon ein bisschen müde, ich überlege noch, ob ich im letzten Umlauf an den Start gehe." In der Tat verzichtete Meyer auf einen Start in der letzten Teilprüfung. Bis dahin hatte sie auf Platz 16 gelegen.
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- 16.09.2011 Madrid / ESP (fn-press) ++ Carsten-Otto Nagel geht als Führender ins Einzelfinale ++ Die deutschen Springreiter sind Europameister. Das Team um Bundestrainer Otto Becker gewann in Madrid zum siebten Mal EM-Gold (10,41 Strafpunkte) ++ Silber ging an Frankreich (15,95), Bronze an Großbritannien (22,46). Die bis dahin führenden Niederländer rutschten am Ende auf Platz vier (23,42) ab. Zuletzt feierte die deutsche Equipe 2005 den EM-Titel. Der Siegermannschaft gehörten an Marco Kutscher (Riesenbeck) mit Cornet Obolensky, Carsten-Otto Nagel (Wedel) mit Corradina, Janne-Friederike Meyer (Schenefeld) mit Cellagon Lambrasco und Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Gotha FRH. "Ich bin sehr glücklich", so die erste Reaktion von Becker, der bereits vor einem Jahr in Kentucky als Trainer mit dem Team WM-Gold holte. "Die machen das so gut, die brauchen mich gar nicht mehr", lobte der deutsche Cheftrainer die Mannschaftsleistung.
Wie in Kentucky, stand der Sieg der deutschen Equipe bereits nach dem dritten Paar fest, so dass Schlussreiter Ludger Beerbaum ohne Druck in den Parcours einreiten konnte. Nach dem Zeitspringen am Mittwoch und der ersten Nationenpreisrunde am Donnerstag ging Deutschland mit einem Rückstand von 2.99 Strafpunkten auf Platz zwei liegend in die zweite Nationenpreisrunde. Die Basis zum Erfolg legte Marco Kutscher. Noch am Donnerstag wurde ihm die Schlusslinie zum Verhängnis und er kassierte zwei Abwürfe. Am Freitag erlaubte sich das Paar keine Schwäche und blieb fehlerfrei. Der Lohn: Platz 14 in der Zwischenwertung und Kutscher qualifizierte sich auch für das Einzelfinale am Sonntag (9,73 Strafpunkte). "Gestern konnte das Pferd nichts für die Fehler, ich habe die Schlusslinie heute besser geritten", erklärte Kutscher.
Die Chance auf Doppelgold haben Carsten-Otto Nagel und seine Schimmelstute Corradina. Wie an den Vortagen zeigten beide auch am Freitag ihre Klasse, ebneten mit ihrem fehlerfreien Ritt nicht nur den Weg zum Teamgold, sondern behaupteten auch die Führung (0,69 Strafpunke) in der Zwischenwertung. "Es gibt wenig, was uns noch aufhalten kann. Wir sind zu einhundert Prozent motiviert. Besser geht´s nicht", blickte der Vizeeuropameister dem Einzelfinale optimistisch entgegen. Dicht im Nacken sitzen ihm der zweitplatzierte Nick Skelton (Großbritannien) mit Carlo (1,04) und Gerco Schröder (Niederlande) mit Eurocommerce New Orleans (1,54). Janne-Friederike Meier sicherte bereits als dritte Teamreiterin den vorzeitigen Erfolg. "Das war schon ein großer Druck und ich bin froh, dass uns eine sichere Runde gelungen ist." Am vorletzten Sprung patze das Paar und musste vier Strafpunkte hinnehmen. Allerdings wirkte sich dieser Fehler nicht mehr auf das Teamranking aus. "Uns fehlte an diesem Oxer etwas die Konzentration." Für die 30-Jährige ist es nach WM-Gold 2010 die zweite Goldmedaille bei ihrem zweiten Championat. Mit 6,99 Strafpunkten geht sie als Siebte in das Einzelfinale.
Auch Ludger Beerbaum gab sich heute keine Blöße. Waren ihm und seiner Stute Gotha an den Vortagen das "Wasser" zweimal zum Verhängnis geworden, überwanden sie heute alle Hindernisse mühelos. Damit sorgte der fünfmalige Olympiasieger dafür, dass Deutschland in der zweiten Nationenpreisrunde ohne Strafpunkte blieb und machte zugleich einen Sprung von Platz 17 auf 10 in der Einzelwertung (8,23). "Ich hatte natürlich bei meinem Einritt nicht mehr so viel Druck, weil wir bereits als Europameister feststanden. Ich wollte aber zeigen, dass ich nicht zu unrecht für das Team aufgestellt wurde", sagte Beerbaum.
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- 15.09.2011 EM Springen Madrid/ESP (fn-press) ++ Carsten-Otto Nagel übernimmt Führung in der Einzelwertung ++ Carsten-Otto Nagel (Wedel) übernimmt Führung, deutsches Team weiter auf Platz zwei ++ So lautet die Zwischenbilanz der deutschen Equipe bei den Europameisterschaften der Springreiter in Madrid. In der morgigen zweiten Runde des Nationenpreises (ab 16.30 Uhr live auf Eurosport) fällt die Entscheidung in der Mannschaftswertung. Nicht einmal ein Abwurf trennt das Team von Bundestrainer Otto Becker (10,41 Strafpunkte) von den Niederländern (7,42), die vorerst die Führung in der Zwischenwertung übernommen haben. "Das wird eine ganz harte Nuss, die Holländer noch zu knacken. Wir dürfen uns keine Schwächen mehr erlauben", sagte Becker. Auf Platz drei liegt derzeit das französische Team (15,95).
Erneut in einer tollen Form präsentierten sich Vizeeuropameister Nagel und seine Schimmelstute Corradina, die wieder fehlerfrei blieben und die Einzelwertung (0,69 Strafpunkte) anführen. "Ich hatte während des Tages ein gutes Gefühl, weil wir unsere erste Runde gut hinter uns gebracht haben", so der 48-Jährige. "Wir waren eigentlich nie in Gefahr, einen Fehler zu machen. Meine Stute ist gut in Form und hat genug Reserven, um bis Sonntag durchzuhalten." Zweiter ist der Ire Billy Twomey mit Tinka's Serenade (0,95), gefolgt von dem Briten Nick Skelton mit Carlo (1,04). Ebenfalls gut unterwegs war Janne-Friederike Meyer (Schenefeld), die als zweitbeste Deutsche nach dem heutigen Tag auf Rang acht liegt (2,99). Obwohl die 30-Jährige erneut ohne Abwurf blieb, war sie nicht ganz zufrieden, denn sie kassierte einen Zeitfehler: "Wir sind gut gesprungen, waren aber wieder zu langsam. Morgen müssen wir die Wendungen kürzer reiten, aber die Distanzen beibehalten, denn die waren gut." Nach einem guten Auftakt im gestrigen Zeitspringen, patzten Marco Kutscher (Riesenbeck) und Cornet Obolensky in der ersten Nationenpreisrunde. "Ich weiß, woran es gelegen hat und was wir morgen besser machen müssen", analysierte der Doppeleuropameister 2005. Bis zur Schlusslinie war das Paar fehlerfrei. "Die letzte Linie war der Knackpunkt, vielleicht sogar die einzige Falle im Parcours. Und wir sind hineingetappt", ärgerte sich Kutscher über insgesamt zwei Abwürfe (9,73 Strafpunkte/Platz 24). "Ich habe unglücklich geritten." Unglücklich war auch der Fehler von Schlussreiter Ludger Beerbaum (Riesenbeck) mit Gotha FRH am Wassergraben. Der Flüchtigkeitsfehler sowie ein weiterer Zeitfehler kostete dem deutschen Team die Führung und Beerbaum eine Spitzenplatzierung (8,23 Strafpunkte/Platz 17). Wie am Mittwoch, leistete sich das Paar den Fehler am Wasser. "Wir hatten in den letzten Jahren viele Abstimmungsprobleme, aber das war nie am Wasser. Irgendwie zündete die Stute nicht richtig, sie springt zwar hoch aber nicht nach vorne", erklärte der fünfmalige Olympiasieger. "Mit der Mannschaft geht noch 'was nach vorne, im Einzel haben wir keine Chance mehr."
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