- 29.08.2011 Münster ++ Sie gewann nahezu alles - Katrin Eckermann, seit wenigen Monaten in Münster zuhause, schaffte eine kleine Sensation und gewann nach der Qualifikation auch die Wertungsprüfung zur DKB-Riders Tour in der BMW Hakvoort Trophy. ++ "Ich bin echt sprachlos, ich glaube, das kommt erst nachher durch, wenn wir alle essen gehen.....", brachte die 21 Jahre junge Siegerin hervor und lächelte dann selig in die Runde der Gratulanten und Medienvertreter. Rauschenden Beifall, Blitzlichtgewitter und Küßchen vom Chef Hendrik Snoek und DKB-Riders Tour-Chef Paul Schockemöhle gab es und die Frage nach dem Fortgang in der Springsportserie.
Gewappnet ist Eckermann nun mit 20 Punkten, 22.000 Euro Preisgeld für die 37,46 Sekunden schnelle und fehlerfreie Runde mit dem Schimmel Carlson im zweiten Umlauf der schweren Prüfung. Und Paderborn - die fünfte Etappe der internationalen Serie - möchte sie auf jeden Fall reiten. Siebte ist sie im aktuellen Ranking der DKB-Riders Tour. "Echt - stimmt das"?
Ungläubiges Staunen bei der Siegerin, die im vergangenen Jahr Mannschaftsgold mit der deutschen Equipe bei den Europameisterschaften der Jungen Reiter gewann. Paul Schockemöhle fand den Auftritt der jungen Wahl-Münsteranerin einfach gut und sieht es durchaus auch als eine Qualität, der DKB-Riders Tour, dass junge Leute eine Chance bekommen und diese nutzen können: "Was unsere jungen Reiter in Deutschland anbelangt, muss sich glaube ich niemand Sorgen machen".
"Sie war wirklich schnell", kommentierte der zweitplatzierte Robert Whitaker aus Großbritannien kurz und trocken mit Blick auf die Siegerin. Mit USA Today belegte der Brite Rang zwei. Schon in Hagen a.T..W. hatte Whitaker in der Tour gepunktet und in Münster einen großen Satz nach vorn gemacht auf Platz zwei des Rankings mit nur fünf Punkten Abstand auf den führenden Ludger Beerbaum. Dritter der Tabelle ist nun Torben Köhlbrandt (Ibbenbüren), der mit Urolux in Münster Rang fünf belegte. Den dritten Platz in der Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour in Münster holte sich der für die Ukraine startende Cassio Rivetti mit Verdi, einem erst neun Jahre alten Wallach.
Robert Whitaker besah sich nach der Siegerehrung noch mal gründlich das Tour-Ranking und grübelte dann doch, ob er seinen Turnierplan nicht lieber ändert und in Paderborn bei der fünften Etappe an den Start geht............
- 28.08.2011 Münster ++ Die 21-jährige Amazone Katrin Eckermann (RV Kranenburg) hatte eine der ganz langen Glückssträhnen zum Turnier der Sieger vor das münstersche Schloss gebracht ++ Auch am letzten Tag war sie es mal wieder, die am Ende ganz vorne stand. Siegerin mit Carlson im Großen Preis von Münster, damit auch in der Riders-Tour-Wertungsprüfung, erfolgreichste Reiterin des Turniers, erfolgreichste Amazone sowieso. Reaktion: "Ich bin sprachlos."
Sie wird ein paar Tage brauchen, ehe sie realisiert, was sie an diesem Wochenende vollbracht hat. Zuvor im Finale der Mittleren Tour, ausgetragen in einer Zwei-Phasen-Springprüfung, flog sie mit Lolita H nach 22,23 Sekunden über die Ziellinie. Damit hatte sie die Messlatte unschlagbar hoch gelegt. Jörg Naeve (RFV Kastanienhof) kam mit dem neunjährigen Coolidge der Wahl-Münsteranerin zwar noch verdächtig nah, 22,24 Sekunden ohne Strafpunkte stand auf der Anzeigetafel - knapp daneben. Ein ganz kleines Fluchen war am Ende doch zu hören auf dem Abreiteplatz, doch die Freude über Platz zwei war größer. "Ich gönne Katrin den Sieg, sie ist ja Lokalmatadorin hier." Glücklich war Naeve, der regelmäßig mit Janne Friederike Meyer und Tjark Nagel trainiert ("wir sind ein eingeschworenes Holsteiner Team"), vor allem mit seinem Hengst..
Seit der sechs Jahre alt ist, hat ihn Naeve unter seinen Fittichen. "Für den gab es schon einige Angebote", erzählt der Reiter, "aber er ist nicht zu verkaufen. Der Besitzer träumt von Olympia....". Mit Jörg Naeve im Sattel? "Das will ich hoffen", so die Antwort aus dem hohen Norden.
Schmidts Sternstunde und ein Trampelpfad im Dressurviereck
Hubertus Schmidt hatte an diesem Wochenende in Münster mal wieder allen Grund zufrieden zu sein. Mal davon abgesehen, dass das Turnier der Sieger schon seit vielen Jahren ein gutes Pflaster für den heute 46-Jährigen Dressurreiter vom RV Altenautal ist. Aber in diesem Jahr war es vor allem Valentino G, der für strahlende Gesichter im Hause Schmidt sorgte - und einmal mehr hier in Münster. Nachdem er im Grand Prix am Donnerstag dritter wurde, gewann er am Schlusstag den Grand Prix Special mit 73,458 Prozent - eine kleine Sternstunde mit seinem Valentino, der sich im Dressurviereck in bestechender Form präsentierte. "Ich bin einfach super zufrieden mit Valentino", sagte Schmidt und lobte vor allem die Beständigkeit, mit der der erst neun Jahre alte Ferro-Damiro-Nachkomme nun auch bei seinem fünften Grand-Prix-Turnier aufgetreten ist.
Wie gestern Abend wurde neben dem Dressurviereck direkt auf dem Hauptplatz abgeritten. Grund: die widrigen Bodenverhältnisse vor allem auf dem Abreiteplatz wegen des Regens am Freitag und Samstag. Schmidt lobte die Veranstalter, doch ordentliche Verhältnisse hergestellt zu haben. Und auch Wolfram Wittig (RFV von Lützow Herford), der mit Bertoli W zweiter wurde (70,542 Prozent), meinte: "Großen Dank an die Veranstalter. Sie haben als Pferdeleute für die Pferde gehandelt." Zu seinem Ritt als zweiter Starter hinter Schmidt sagte er in gewohntem Humor: "Ich hatte es ja einfach, ich musste nur dem Trampelpfad folgen, den Hubertus gelegt hatte." Dritte wurde Monica Theodorescu (RFV Warendorf) mit Whisper.
Westfälischer Reiterverein
- 27.08.2011 Münster ++ Regen hin Regen her - Dorothee Schneider wippte vergnügt auf ihrem Stuhl hin und her in der Pressekonferenz: Die Pferdewirtschaftsmeisterin aus Framersheim setzte in Münster beim Finale des TESCH Inkasso Cups ihre Erfolgsserie fort und pilotierte die Hannoveraner Stute Diva Royal zum Sieg in der renommierten Serie für acht bis zehn Jahre alte Dressurpferde ++ Mit 76,58 Prozent steigerte sich die neun Jahre alte Don Frederico-Tochter gegenüber der Einlaufprüfung noch mal um einige Prozentpunkte. Die schwarzbraune Schönheit trabte ohne Wenn und Aber hochkonzentriert durch die Prüfung und entfaltete ihr Bewegungspotential. "Diva ist voll bei der Sache, die lässt sich auch von Regen oder Matsch nicht stoppen", weiß Dorothee Schneider. Die Ausbilderin "teilt" sich das Pferd mit Stella-Charlott Roth, die mit Diva Royal bereits EM-Mannschaftsgold 2010 in Kronberg gewann und Diva in dieser Saison im Piaff Förderpreis reitet.
"Zugucken ist schlimmer als selbst reiten. Ich mach mir immer fast in die Hosen, wenn Stella mit der Stute in einer Prüfung geht", räumte Schneider freimütig ein, die auch Trainerin von Roth ist. Die Schülerin und die Hannoveraner Stute sollen planmäßig im nächsten Jahr auch ins internationale Turniergeschehen eingreifen.
Insgesamt 14 Teilnehmer bescherten dem Publikum in Münster beim Finale des TESCH Inkasso Cups praktisch einen Blick in die Zukunft, denn wer beim Finale antreten darf, zählt tatsächlich zu den sehr guten Nachwuchspferden des Dressursports. "Es war ein Genuß, diese Prüfung mit diesen Pferden zu richten", unterstrich Chefrichter Klaus Ridder. Zum Beispiel auch Blind Date, die neun Jahre alte Breitling W-Tochter, die Brigitte Wittig (Rahden) in das Finale des TESCH Inkasso Cups brachte und nicht erst seit ihrem Sieg im Nürnberger Burgpokal nie Zweite war - nur jetzt in Münster. "Ich wäre dumm, wenn ich nicht trotzdem zufrieden wäre", so Wittig. "Wir haben sie inzwischen auch schon bei einem internationalen Turnier in Luxemburg dabei gehabt und sie hat auch dort bewiesen, dass sie es kann".
Rang drei ging an Oliver Oelrich (Lengerich) und den Fürstenreich-Nachkommen Floris. Der neun Jahre alte Wallach wird in die Schweiz zurückkehren. "So hatten die Besitzer und ich das vereinbart. Künftig wird Floris von Marcela Krinke-Susmelj geritten", ergänzte Oelrich. Floris befindet sich im Eigentum von Hans Stadelmayer.
Sichtlich Freude hatte auch Sabine Tesch am Finale des TESCH Inkasso Cups in Münster: "Das macht natürlich Spaß hier die besten Pferde der Serie zu sehen".
Über die Fortsetzung des Cups wird in naher Zukunft verhandelt. Beteiligt sind an der Umsetzung des Projektes, das sich als bedeutende Plattform für Top-Pferde der Zukunft erwiesen hat, das Unternehmen TESCH Inkasso als Sponsor, die Deutsche Reiterliche Vereinigung (FN) und die Veranstaltungsagentur EN GARDE Marketing.
- 27.08.2011 münster ++ Wenn auch das Wetter und der aufgeweichte Boden für tiefe Sorgenfalten auf der Stirn von Turnierchef Hendrik Snoek sorgten, er hatte dennoch Grund zur Freude: Denn die Siegerin aus der Qualifikation zur morgigen Riders-Tour-Wertungsprüfung kommt aus seinem Stall, dem Gut Berl in Münster ++ Katrin Eckermann (RV Kranenburg), gerade mal 21 Jahre jung, schaffte die Sensation mit dem zehnjährigen Schimmelwallach Carlson. So überrascht taten jedoch in der anschließenden Pressekonferenz weder Reiterin noch ihr Chef. "Ich hätte es zumindest nicht für kompletten Unsinn gehalten. Ich wusste, mein Pferd ist gut drauf und der Parcours lag mir einfach", sagte Eckermann. Und Snoek: "Ich bin sehr stolz auf Katrin, ich hatte ihr schon zugetraut, dass sie gut ist."
Sogar sehr gut. Nach einer strafpunktfreien Runde in 59,34 Sekunden verwies sie die Konkurrenz auf die Plätze. Darunter die Schweizerin Alexandra Fricker, sie wurde mit Albführen?s La Toja zweite (0 Strafpunkte/61,40 Sekunden) vor Felix Haßmann (RV Lienen) mit Horse Gym´s Lianos (0/62,09).
Junioren-Förderpreis: Die Stunde der Ina Tünnermann
Jugend forscht war das Motto am Nachmittag im Junioren-Förderpreis: Wie bringt man nur ein Stechen zustande? So lautete die schwere Aufgabe, die die Nachwuchsreiter (bis 25 Jahre) im Parcours zu lösen hatten. Ina Tünnermann vom RFV von Lützow Herford hatte als einzige Reiterin das passende Rezept mit dem erst acht Jahre alten Con Top, einem Contendro I-Laptop-Nachkommen. Eine tadellose Runde in 74,75 Sekunden - nur machte ihr das keiner ihrer Kollegen nach. Nicht mal Charlotte Wrede (ZRFV Neheim-Hüsten) mit Leah. Dabei hätte sie es doch beinahe packen können, doch die Uhr kannte keine Gnade, 21 Zehntel zu langsam, einen viertel Strafpunkt hatte Wrede damit auf dem Punktekonto - kein Stechen möglich. Der Rest der Konkurrenz kassierte Hindernisfehler. Darunter Manuel Schwarzenberg (RV Warburger Land). Der legte als vorletzter Starter mit der 14-jährigen Libra alles in die Waagschale, wohlwissend, dass trotz Fehler noch eine ordentliche Platzierung möglich ist. So konnte er sich nach seinem Husarenritt in 67,60 Sekunden über Rang drei freuen.
Dorothee Schneider und Diva Royal machen´s nochmal
Wie schon am Donnerstag hatte Dorothee Schneider (Frankfurter Turnierstall schwarz-gelb) das richtige Händchen für die neunjährige Diva Royal. Im Finale des Tesch Inkasso Cups, einem Kurz-Grand-Prix zugeschnitten für acht- bis zehnjährige Dressurpferde, brillierte das Paar aus dem rheinland-pfälzischen Framersheim. 76,585 Prozent lautete das Resultat für die Vorstellung. Das Resümee der 42-Jährigen nach ihrem Ritt: "Sie hat sich einfach durch nichts aus der Ruhe bringen lassen, weder durch den Regen noch durch die Pfützen - das stört sie alles nicht. Lediglich als die Regenschirme aufgemacht wurden, hat sie mal kurz die Ohren gespitzt, das war alles." Einfach ein Genuss sei es diese Stute zu reiten. Zweite wurde wie in der Einlaufprüfung Brigitte Wittig (RFV von Lützow Herford) mit Blind Date, ihr Ergebnis: 73,463 Prozent. Eine nahezu makellose Runde präsentierte der für den RFV Greven startende Oliver Oelrich mit dem Fürstenreich-Drosselklang I-Nachkommen Floris (71,268 Prozent), er landete damit auf Rang drei.
Wenn das Wetter verrücktspielt........
Das diesjährige Übel am dritten Turniertag in Münster ist schnell erklärt: zu viel Wasser von oben ? irgendwann macht da auch der beste Boden schlapp. Turnierchef Hendrik Snoek und sein Team mussten vor dem Abendprogramm umdisponieren, um erstens den Pferden und Reitern, aber auch den Zuschauern gerecht zu werden. Und das gelang ihm. "Wenn schon nicht optimal, dann wenigstens suboptimal" war das Motto, kurz: das Beste draus machen. Das Finale des "illbruck-Poresta Youngster-Cup" wurde kurzerhand umstrukturiert: aus einer Springprüfung mit Stechen wurde eine Zwei-Phasen-Springprüfung: Der Franzose Roger-Yves Bost hatte mit Quartz de la Lande die beste Runde erwischt. Mit "angezogener Handbremse" und mit großzügig angelegten Bögen absolvierte er die zweite Phase als schnellster und fehlerfrei in 24,74 Sekunden. Zweiter wurde Thomas Holz (RFV Greven) mit Big Jumper (0/25,20), Dritte Katrin Eckermann mit Nabab de Revel (0/26,20).
Uta Gräf bringt Schwung in die Hütte
Für die Kür durften Reiterinnen auf dem Hauptplatz neben dem Dressurviereck abreiten. Die spätere Siegerin, Uta Gräf, fand das gar nicht schlimm, ganz im Gegenteil: Erstens hat?s ihr Spaß gemacht, vor dem Publikum abzureiten, und zweitens "war klar, dass ich starte", weil "Le Noir ein richtiges Flutlicht-Kür-Pferd ist". Warum sie letztlich mit 74,25 Prozent gewinnen konnte, wusste die sympathische Schwäbin auch zu berichten: "Wegen dem Glitzer am Po von Le Noir." Auch die Zweitplatzierte war absolut zufrieden: Lokalmatadorin Helen Langehanenberg hätte eigentlich den Grand Prix Spécial am Sonntag der Kür vorgezogen. Weil es am Donnerstag aber nicht allzu glücklich für sie und Fürst Khevenhüller lief, hatte sie keine Wahl - aber auch keine Kürmusik für den Dunkelfuchs. Michael Klimke war es schließlich, der die Reiterin aus Havixbeck überzeugte und ihr mit seiner Kür für Bacchus aushalf. Freitag wurde die Choreografie geübt, am Samstag präsentiert. "Eine tolle Kür", freute sich Langehanenberg. Und auch mit ihrem neunjährigen Hengst war sie zufrieden, insbesondere mit der Trabtour.
Salvador und Johannes Ehning springen am höchsten
Sieben Reiter waren mit ihren Pferden zum Barrierespringen angetreten: Johannes Ehning (ZRFV Borken) und Salvator V hießen Sieger - am Ende lag die Stange des letzten Hindernis bei 1,85 Meter. An dieser Klippe scheiterten zuvor Katrin Eckermann mit Silvester und Felix Haßmann mit Horse Gym´s Balzaci.
Westfälischer Reiterverein
- 26.08.2011 Münster ++ Das erste Mal zu Gast in Münster und schon hat sich der Franzose Roger-Yves Bost in den Siegerlisten des Turnier der Sieger verewigt ++ Im Hauptspringen des zweiten Turniertages in Münster sattelte der 45-Jährige sein Erfolgspferd Ideal de la Loge und setzte mit einer fehlerfreien Runde in 62,41 Sekunden die Bestmarke. Maximilian Weishaupt (RFV Rulle) wurde Zweiter im Sattel von Georgia vor Felix Haßmann (RV Lienen) mit Wang Chung. Dieser Sieg versüßte "Bostys" Premiere in Münster natürlich ungemein, aber auch sonst ist der Franzose durch die Bank zufrieden mit seinem Aufenthalt in der Domstadt. "Wir haben hier wirklich gute Bedingungen, ich komme gerne wieder", sagte er und nach einem kurzen, dankbaren Blick in den wolkenverhangenen, dunkelgrauen Himmel, "und wir hatten richtig Glück mit dem Wetter." Es könne gerne so weiter gehen, sagt er, aber er reite Tag für Tag und möchte noch nicht zu weit vorgreifen ? angreifen wird er aber allemal in den nächsten zwei Tagen..
Nach Münster geht seine Reise weiter nach Rio de Janeiro und dann nach Calgary.
Ein Schwede auf der Überholspur
In den Morgenstunden vor dem münsterschen Schloss ging es für die sieben und acht Jahre jungen Springpferde zur Sache. Die zweite Qualifikation für das Finale des "illbruck-Poresta Youngster-Cups" stand auf dem Programm. Der Schwede Henrik von Eckermann und Gut Neuenhofs Bacarole waren dabei das Maß aller Dinge. Strafpunktfrei in 64,10 Sekunden flog er mit der siebenjährigen Baloubet du Rouet-Weinberg-Tochter über die Ziellinie. "Die Stute hat eine unheimlich schnelle Galoppade, sie kann aber auch griffig sein", erzählt der 30-Jährige über die braune Stute. Während er am Vortag noch nicht das richtige Maß für das Temperament von Bacarole fand - am zweiten Tag hat er es perfekt getroffen.
Zweite wurde die 21 Jahre junge Katrin Eckermann (RV Kranenburg) mit Nabab de Revel mit einer fehlerfreien Runde in 66,42 Sekunden. Auf Platz drei landete die Schweizerin Alexandra Fricker mit Albfuehren´s Companion nach einer ebenfalls tadellosen Runde in 66,86 Sekunden - die beiden Amazonen waren bereits am Vortag unter den Top-Drei. In der ersten Qualifikation der Mittleren Tour hatte Katharina Offel, die für die Ukraine startet, die Nase mit Tamerino vorne. Ohne Strafpunkte kam die Amazone nach 63,50 Sekunden ins Ziel. Hinter ihr reihten sich Florian Meyer zu Hartum (RFV von Lützow Herford) mit Little Tom und Katrin Eckermann mit Lolita H auf den Plätzen zwei und drei ein.
Westfälischer Reiterverein
- 26.08.2011 Münster ++ Der erste Turniertag vor dem prunkvollen Schloss in Münster stand ganz im Zeichen der Nachwuchstalente unterm Sattel ++ Zumindest fast - denn Höhepunkt am Donnerstag war der Grand Prix und hier waren dann doch die etwas reiferen Semester unter den Dressurpferden gefragt. Isabell Werth (RFV Graf v. Schmettow Eversael) hatte keinen geringeren als Satchmo im Gepäck und der zeigte mit seinen 17 Lenzen, dass er wahrlich noch kein "Oldie" ist. Der Sao Paulo-Legat-Sohn gewann mit 74,213 Prozent. Ob er es seiner Reiterin gar nicht übel nahm, dass nicht er, sondern El Santo NRW mit nach Rotterdam zur Europameisterschaft durfte? "Das nicht, er dachte wohl eher, ´Siehst du, hättest mich auch mitnehmen können!´", meinte Isabell Werth nach ihrem erfolgreichen Ritt lachend. Die zehn Tage ohne "Chefin" haben Satchmo scheinbar gut gefallen. Elisa Weber war in dieser Zeit für "Satchies" Gymnastikprogramm zuständig. "Sie hat ihn schön locker gehalten und wie man sieht, hat sie gute Arbeit geleistet."
Zweite wurde Monica Theodorescu (RFV Warendorf) auf ihrem 13-jährigen Whisper, die beiden erreichten 73,489 Prozent. Erfahrung zahlte sich vor dem münsterschen Schloss also aus. Doch dass die Jugend bereits in den Startlöchern steht, bewies eindrucksvoll der erst neunjährige Valentino, vorgestellt von Hubertus Schmidt (RV Altenautal). Der hatte nach seinem Ritt so gar nichts auszusetzen: "Münster ist gerade mal das fünfte Grand Prix-Turnier für ihn. Ich bin super zufrieden mit ihm und bei der starken Konkurrenz ist Platz drei wirklich ein tolles Ergebnis."
Einige von Valentinos gleichaltrigen Kumpanen gingen übrigens schon am Vormittag an den Start. Hier stand die Einlaufprüfung zum Finale des Tesch Inkasso Cups, einem Grand Prix für acht- bis zehnjährige Nachwuchspferde, auf dem Programm. Dorothee Schneider (Frankfurter Turnierstall schwarz-gelb) hatte hier mit der neunjährigen Diva Royal die Nase vorn (75,15 Prozent). Zweite wurde Brigitte Wittig (RFV von Lützow Herford) mit Blind Date (74,35) vor Schneider mit ihrem zweiten Pferd in der Prüfung, Van the Man (70,80). Damon?s Delorange und ihre Generalprobe Allen Grund über beide Ohren zu strahlen hatte Lokalmatadorin Helen Langehanenberg (St. Georg Münster) nach dem Optimum, einer Reitpferdeprüfung für vierjährige deutsche Reitpferde. Grund: Damon´s Delorange. Mit dessen Vater Damon Hill kam die 29-Jährige gerade erst als frisch gebackene Vize-Mannschafts-Europameisterin überglücklich zurück. Nun sorgen die Youngster weiter für Freude. Für Damon´s Delorange war Münster die Generalprobe für die Bundeschampionate in Warendorf. "Zwar sagt man, die Generalprobe soll gar nicht so gut sein - aber es ist doch ein schöneres Gefühl, wenn sie vor diesem Championat gut in Schuss sind", sagte die Reiterin, die mit ihren Pferden in Havixbeck vor den Toren Münsters trainiert. 8,92 lautete die Wertung der Richter für das junge Paar, das war Platz eins. "Sie hat zwar auch schon mal höhere Punkte bekommen, aber ich fand sie heute vom Reiten her von allen bisherigen Prüfungen am besten. Es hat sich schon mehr nach einer Dressurprüfung angefühlt und gar nicht mehr so sehr nach Reitpferdeprüfung", freute sich Langehanenberg.
Auf Rang zwei landete der Rockwell-Landstreicher-Sohn Revolverheld unter dem Sattel von Ann-Christin Wienkamp (RFV Mesum) mit der Wertnote 8,83. Auf Rang drei: Rocky Lee von Rock Forever aus einer Justinian-Mutter. Er wurde von Karin Schulze Topphoff (RFV Gustav Rau Westbevern) vorgestellt und bekam die Note 8,75.
In der Reitpferdeprüfung für die dreijährigen westfälischen Pferde, dem Westfalen-Wappen, hatte allen voran For Comtess unter dem Sattel von Silke Ottenjann (RFV Greven) das Sagen. Die Vorstellung der Florenciano-Show Star-Tochter wurde mit der Wertnote 8,83 und somit Platz eins belohnt. Spirit of Westfalia heißt der Sandro Hit- Donnerhall-Sohn, der auf dem zweiten Rang landete. Karin Schulze Topphoff präsentierte den Hengst, die Jury vergab hier die Wertnote 8,67. Mit Sunshine Lady hatte Schulze Topphoff ein weiteres Eisen im Feuer. Bei der Samarant-Floresco-Tochter vergaben die Richter die Wertnote 8,42, Platz drei.
Youngster im Parcours
Erst zu den frühen Abendstunden kamen die Parcoursbauer zum Zuge in Münster. Auch hier ging es um die Nachwuchspferde und zwar um die sieben- und achtjährigen. Als sechster von 63 Startern ging Toni Haßmann (RV Lienen) mit dem sieben Jahre alten Con Cornet S in den Parcours. An ihm und seiner fehlerfreien Runde in 62,36 Sekunden sollte sich die Konkurrenz bis zum Schluss die Zähne ausbeißen. Nah dran war die Schweizerin Alexandra Fricker mit Albfuehren?s Companion. Ohne Fehler in 62,42 Sekunden landete sie auf dem zweiten Platz. Dritte wurde Katrin Eckermann (RV Kranenburg) im Sattel von Nabab de Revel nach einer fehlerfreien Runde in 62,86 Sekunden.. Westfälischer Reiterverein
- 16.08.2011 Münster ++ Sie sind sieben und acht Jahre alt, verfügen über Potential und Talent und sind die Zukunft des internationalen Springsports - die Pferde, die im illbruck-Poresta Youngster Cup an den Start gehen ++ Die Serie für Nachwuchs-Springpferde macht beim Turnier der Sieger in Münster vom 25. bis 28. August 2011 Station. In der laufenden Wertung ist Münsters schickes Turnier die siebte Herausforderung für die internationalen Reiter und ihre jungen Kandidaten.
Am Donnerstag, Freitag und am Samstagabend wird in zwei Qualifikationen und dem Stationsfinale der illbruck-Poresta Youngster Cup in Münster ausgetragen und erlaubt einen Ausblick auf die Ausbildung und die Fähigkeiten und Fertigkeiten der jungen Pferde. Einige der dort vorgestellten Kandidaten haben auch schon in Großen Preisen Erfahrungen gesammelt, können jedoch immer wieder zurückkehren in den Cup, um Sicherheit zu gewinnen. Angeführt wird der illbruck-Poresta Youngster Cup vom acht Jahre alten Balou du Rouet-Sohn Horse Gym`s Balzaci, den Felix Haßmann (Lienen) in die Serie gebracht hat. In Dresden als Siebenjähriger und in Leipzig beim Weltcup-Turnier gewann der acht Jahre alte Fuchshengst die Finalprüfungen.
Das Ziel heißt nun Munich Indoors, denn dort werden im November die besten 25 Nachwuchspferde aus dem illbruck-Poresta Youngster Cup zum Saisonfinale antreten.
Aktueller Zwischenstand illbruck-Poresta Youngster Cup:
- 16.08.2011 Münster ++ Die Kulisse stimmt, das Umfeld ist pferdeaffin und die Finalisten sind klasse: Der TESCH Inkasso Cup bringt die besten Dressur-Nachwuchspferde zum Turnier der Sieger nach Münster vom 25. bis 28. August und beschert den Pferdesportfans damit einen richtigen "Appetithappen" ++ Zum insgesamt dritten Mal ist Münsters Kult-Turnier Gastgeber des Finales im Nachwuchspferde Grand Prix (FN). Die Idee einer eigenständigen Plattform für talentierte junge Pferde auf dem Weg in den großen Sport hat bereits schnell Früchte getragen und damit auch bewiesen, dass die Anforderungen des Cups genau das abfragen, was ein Grand Prix-Pferd an Potential braucht. Jüngstes Beispiel ist Isabell Werths El Santo NRW: "Ernie" gewann mit seiner Ausbilderin das Finale der Serie 2010 beim Turnier der Sieger in Münster, hat inzwischen schon Grand Prix- und Grand Prix-Special-Siege und -Platzierungen eingeheimst und bestach mit einer sportiven und dynamischen Kür beim CHIO Aachen. Kein Wunder also, das der rheinisch gezogene Ehrentusch-Sohn zur deutschen EM-Equipe gehört.
Dazu zählt auch Damon Hill NRW mit Helen Langehanenberg (Havixbeck). Der westfälische Hengst Damon Hill lieferte sich in der Saison 2010 eine Art "Wettrennen" mit El Santo NRW und wurde Finalzweiter. Die erste Medaille für ein deutsches Team hat Dablino, Hannoveraner Wallach und Finalsieger des Nachwuchspferde Grand Prix (FN) 2009 in Münster, bereits in Kentucky mit WM-Bronze geholt..
Kurz und gut - der TESCH Inkasso Cup ist das Schaufenster der Zukunft und das öffnet sich beim Turnier der Sieger in Münster am Donnerstag, dem 25. August mit der Qualifikationsprüfung, einer Intermediaire II für die 15 Finalisten aus fünf Stationen. Das Finale findet dann am Samstag, dem 27. August mit dem Nachwuchspferde Grand Prix (FN) - TESCH Inkasso Cup statt. Insgesamt fünf Mal hat der TESCH Inkasso Cup in der Saison 2011 stattgefunden: In Hagen a.T.W. bei Horses & Dreams, in Hamburg beim Deutschen Spring- und Dressur-Derby, beim Balve Optimum, in Werder (Havel) beim Ritt um das Goldene Pferd und bei der Dressurgala Heroldsberg.
Die jeweils drei bestplatzierten Reiter/Pferd-Paare einer Etappe qualifizieren sich für das Finale, bei Doppel-Qualifikation wird nachgerückt und pro Reiter sind maximal zwei Pferde im Finale erlaubt. Das betrifft zum Beispiel die Pferdewirtschaftsmeisterin Katrin Bettenworth aus Spenge, die zwei Pferde für das Finale des TESCH Inkasso Cups in Münster qualifiziert hat. Ein "Luxusproblem" hat sogar Pferdewirtschaftsmeisterin Dorothee Schneider (Framersheim). Die Ausbilderin, die jüngst in Verden bei der WM der Jungen Dressurpferde, den sechsjährigen St. Emilion zur Bronzemedaille pilotierte, hat gleich drei Kandidaten für den TESCH Inkasso Cup qualifiziert: Forward Looking als Siegerin in Hagen a.T.W., Van The Man als Sieger in Werder und Diva Royal als Siegerin in Heroldsberg.........
- 16.08.2011 Mühlen ++ Die internationale DKB-Riders Tour geht in die vierte Runde und das bei einem der schönsten Turniere Deutschlands: Vom 25. bis 28. August ist das Turnier der Sieger in Münster Gastgeber der Springsportserie, die derzeit vom viermaligen Tour-Sieger Ludger Beerbaum (Riesenbeck) angeführt wird ++ Vor dem münsterschen Schloss geht es am Samstag und Sonntag um die Qualifikation und dann um die Punktejagd in der Wertungsprüfung, dem mit 80.000 Euro dotierten Großen Preis der Stadt Münster. Nummer eins im Ranking der DKB-Riders Tour ist Beerbaum mit 37 Punkten, gefolgt von Derbysieger Andre Thieme (Plau) und dem Niederländer Willem Greve mit je 20 Zählern. Greve gewann den Auftakt der Tour mit dem von Paul Schockemöhle gezüchteten Stakkato-Sohn Ukato in Hagen a.T.W.. Das Traumturnier Horses & Dreams war erstmals Station der DKB-Riders Tour. Andre Thieme holte sich in Hamburg seinen dritten Derbysieg mit Nacorde und Beerbaum konnte zweimal mit Chaman punkten: Einmal als Zweitplatzierter in Hagen a.T.W. und mit einem souveränen Sieg beim Pfingstturnier in Wiesbaden.
In Münster wird die Jagd auf Punkte und Preisgeld neu eröffnet. Die erste Klippe wartet am Samstag im Programm des CSI4*: In der mit 25.000 Euro dotierten Qualifikation zur DKB-Riders Tour entscheidet sich, wer zu den besten 40 Paaren der Prüfung zählt. Nur diese 40 Reiter/Pferd-Kombinationen dürfen im Großen Preis der Stadt Münster mitmischen. Die internationale Springprüfung mit Stechen am Samstag ab 16.00 Uhr gibt also schon klare Hinweise auf die Wertungsprüfung am Sonntag. Ab ca. 15.30 Uhr beginnt am Sonntag die Wertungsprüfung der DKB-Riders Tour mit einem internationalen Springen mit zwei Umläufen. Übrigens - der letzte Sieger einer DKB-Riders Tour-Etappe in Münster war Gilbert Böckmann (Lastrup), der 2009 mit diesem Triumph im Sattel von No father`s Girl auch die Spitze des Tour-Rankings erklomm und plötzlich in aller Munde war.
Nun kehrt die DKB-Riders Tour zurück zum internationalen Top-Turnier mitten im Pferdeland Westfalen und diese Etappe war schon immer für Spitzensport und faustdicke Überraschungen gut.............
Ranking DKB-Riders Tour nach drei von sieben Etappen: