Springsportklassiker Wiener Neustadt 2011

Barbara Belousek triumphierte beim ersten der beiden Championate

Foto: M.Tilli / Barbara Belousek

- 11.07.2011 Wiener-Neustadt  ++  Barbara Belousek triumphierte beim ersten der beiden Championate des Equestrian Summer Circuits in Wiener Neustadt   ++  Das erste der beiden Championate von Wiener Neustadt 2011 ging an die österreichische Amazone Barbara Belousek, die sich nach dem tragischen Tod ihres Spitzenpferdes "Amicelli Bianco" wieder zurückmeldete an die internationale Spitze. Sie musste in den vergangenen Wochen und Monaten auf "Renwood MD", die ehemalige Nummer zwei im Stall setzen, der - wie man am Sonntagnachmittag sehen konnte - mittlerweile schon zu einer erstzunehmenden Konkurrenz geworden ist.
Rot-weiß-roter Doppelsieg im 1,40 Meter-Springen: Barbara Belousek vor Julia Bieler
Eine internationale Standardspringprüfung über 1,40 Meter eröffnete den Finaltag des ersten Turnierwochenendes beim Equestrian Summer Circuit in Wiener Neustadt. In die Startliste haben sich insgesamt 16 ReiterInnen eingetragen, die allesamt Barbara Belousek´ s Top-Zeit von 56,02 Sekunden jagten. Ihr gelang auf ihrem schnellen und wendigen Fuchswallach "Esprit D´E.T." eine phänomenale Runde, die einfach nicht mehr zu schlagen war. Da hatte auch das haushohe Favoritenpaar und die zweifachen Sieger der Mittleren Tour, Julia Bieler und "Lady Touch", das Nachsehen und reihten sich in 57,52 Sekunden am zweiten Platz ein. Die Erfolgsbilanz der heimischen Amazone war somit überragend: Die ersten beiden Prüfungen der Medium Tour gewonnen und Zweite im sonntägigen 1,40 Meter-Springen. Am dritten Rang platzierte sich der Ungar Zoltan Czekus, der mit "Karina" in 58,02 Sekunden über die Ziellinie jumpte. Zwei weitere Österreicher ließen ebenfalls mit Spitzenplätzen aufhorchen: Helmut Morbitzer rangierte mit "Carassina", dem ehemaligen Derby-Sieger-Pferd von Thomas Kleis, am fünften Rang und Fritz Kogelnig mit seinen Pferden "Pedro" und "Unibantos" auf den Plätzen sechs und acht.
Heimischer Doppelsieg auch im Small Tour Finale: Christian Nussmüller vor Simon Johann Zuchi
Im Finalbewerb der Kleinen Tour gab es ein spannendes Rennen um den heißbegehrten Sieg, den sich mit der absoluten Bestzeit von 65,32 Sekunden der Steirer Christian Nussmüller holte. Angespornt vom Siegeswillen setzte er im Sattel seines Holsteiners mit der exzellenten Abstammung (Corrado I x Lord), "Carolo 7", von Anfang an auf vollen Speed, der sich auch zu hundert Prozent ausgezahlt hatte, denn er nahm dem zweitplatzierten Simon Johann Zuchi fast zwei Sekunden ab. Sein Landsmann sparte aber nicht mit Risikobereitschaft und pilotierte seinen Neuzugang im Stall, "AVR Estonia", souverän über die 1,25 Meter hohen Hindernisse. "In den letzten fünf Parcours blieben wir viermal ohne Fehler und konnten uns immer auf den vorderen Rängen platzieren. Da kann man nur zufrieden sein.", resümierte der Steirer. Ebenfalls mit einem coolen Nuller und einer knackigen Runde unterwegs war Carina Hindelang (GER), die mit ?Violanta? am dritten Platz rangierte. Rot-weiß-rote Top-Plätze gab es noch für Carola Mayer-Leitzmann (4. Rang), Stefan Eder auf "Roxette 7" (5. Platz) und Domenika Mörtl mit "Zucarlos" (6. Platz).
Barbara Belousek kürte sich zu Championats-Siegerin
"Eigentlich habe ich nicht damit gerechnet, dass ich mir hier den Sieg holen kann, weil lauter gute und vor allem schnelle Konkurrenz im Stechen war. Aber mein Pferd hat alles gegeben, ist super gesprungen und der Stechparcours ist uns auch entgegengekommen.", resümierte die Championats-Gewinnerin Barbara Belousek nach ihrem sensationellen Triumph im schwersten Springen des Wochenendes. Neben 4.000,- Euro Siegesprämie und begehrten Weltranglistenpunkten gab es für die heimische Amazone noch einen persönlichen Erfolg: Nach dem tragischen Tod ihres Spitzenpferdes "Amicelli Bianco" musste sie nun in den schweren und hohen Prüfungen auf die ehemalige Nummer zwei im Stall, "Renwood MD", setzen. "Ich bin unheimlich stolz auf ihn, dass er sich so enorm entwickelt und an Erfahrung dazugewonnen hat. Er muss nun die Aufgaben von Amicelli übernehmen und das macht er mit Bravour. Es hat ihm, glaube ich, gut getan, dass er zwei, drei Jahre nur die Nummer zwei war. So hat er Vertrauen bekommen und wächst nun über sich hinaus.", freute sich die Siegerin über die Leistung ihres 13-jährigen Schimmelwallachs. Sie kam als dritte Teilnehmerin im Stechen in die Bahn und sah, dass der erste Reiter, Bartosz Goszczynski (POL), mit einer sicheren Nullrunde ins Ziel kam, und dass Christian Fries als zweiter Starter unheimlich schnell war, aber einen Flüchtigkeitsfehler kassierte. Also dachte sie sich, dass sie ordentlich Tempo machen müsste, um die Führung zu übernehmen oder sich schlechtesten falls mit einem Abwurf vor Christian Fries zu reihen. Sie beendete ihre Runde in der Top-Zeit von 37,04 Sekunden, die keiner mehr toppen konnte. Keinem der weiteren vier Stechteilnehmer gelang ein fehlerfreier Ritt und so sprangen Barbara Belousek, Bartosz Goszczynski und Christian Fries mit dem schnellsten "Vierer" an die Spitze. Nach ihrer beständigen Form war nicht anders zu erwarten, dass Mario Bichler mit "Carrion De Los Condes" im Stechen vertreten war. Sie kassierten aber auch einen Abwurf und wurden Vierter. Am fünften Rang jumpte Simon Johann Zuchi, der mit seinem Crack "Apollo v. Pachern" ärgerlicherweise am ersten Hindernis einen Fehler kassierte. "Ich bin den ersten Sprung einfach zu zögerlich angeritten und hätte besser durchziehen sollen.", analysierte der Steirer kritisch. "Aber ich bin froh, dass Apollo mit seinen mittlerweile 15 Jahren noch immer so fit ist und wir in den hohen Springen vorne dabei sein können." Wie ist es dem großen Favoriten und Publikumsmagneten Thomas Frühmann und seinem "The Sixth Sense" gegangen? Das Duo war im 1,45 Meter souverän unterwegs und kassierte ausgerechnet am Schluss-Oxer einen Hinterhandfehler. Seine gute Umlaufzeit brachte ihm den achten Endrang.
Das Finale der Elite Tour ging an Tobias und Delphine Kristofics-Binder
Den Abschluss beim ersten Turnierwochenende machte das Finale der Elite Tour, bei dem neun der 27 Gestarteten ins Stechen kamen und man ein spannendes Duell an der Spitze miterleben konnte. Eine fulminante Runde legte Tobias Kristofics-Binder mit der erst siebenjährigen Hannoveraner-Stute "Laracalla", deren Vater wie das Spitzenpferd von Chrstian Fries, "Lanco", auf Lancer III zurückgeht. Die beiden stellten die unschlagbare Bestzeit von fehlerfreien und unglaublichen 38,61 Sekunden auf, die ihnen den Sieg in der Finalprüfung der Elite Tour sicherte. In 40,84 Sekunden sprang seine Schwester Delphine Kristofics-Binder am zweiten Rang. Sie sattelte die Fuchsstute "Fairytale 3", eine neunjährige Tochter des Wiensender x Lugano. Viertplatziert waren sie im Eröffnungsspringen und mit einem schnellen Nuller im Stechen hat es im Finale für Rang drei gereicht: Claudia Ringhofer kam mit ihrem Rheinländer "Chip Chap" (von Cordino) in 43,40 Sekunden ins Ziel. Alle weiteren Platzierungen bis zum neunten Endrang gingen ebenfalls nach Österreich: Christiane Fleischhacker wurde mit ihren Pferde "Levant v. Pachern" und "Pariska" Vierte und Achte. Claudia Gossler reihte sich mit dem zehnjährigen Parco-Sohn "Braveheart 5" und einem Nullfehlerritt am fünften Rang. Platz sechs ging an das Siegerduo des Openings, Alexandra Sixt und ihre "Lillifee", die leider mit der zweitschnellsten Zeit in der Entscheidung einen Flüchtigkeitsfehler kassierten. Auf den Plätzen sieben und neun standen zum einen Gudrun Pirker mit "Woodstock 17" und zum anderen an das Geburtstagskind des Wochenendes Nicole Wrumnig mit ihrer achtjährigen KWPN-Stzte "London Girl".
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Urs Fäh (SUI) holte Steinfeld Trophy in Wiener Neustadt

Foto: Miriam Tilli / Sieger der Steinfeld Trophy: Urs Fäh (SUI)

- 09.07.2011 Wiener Neustadt  ++  In einem spannenden Stechen um die Steinfeld Trophy beim Equestrian Summer Circuit 2011 hatte der Schweizer Urs Fäh die Nase vorne  ++  Der Salzburger Stefan Eder mischte mit dem siebenjährigen "Axel 7" gehörig mit und wurde Zweiter  ++  Die Youngster Tour Finalis sind entschieden: "Afrika" (v. Converter), "Legendia" (v. Certoon) und "PM Jumping Lady" (v. Jaguar Mail) und waren on Top .
Mit den Jüngsten unter dem Sattel und den Finalprüfungen der Youngster Touren ging es Samstagmittag weiter. Platzierten sich alle fehlerfrei gebliebenen in den ersten Teilbewerb noch ex aequo am ersten Rang, so wurden die Finales aller drei Altersklassen mit einem Stechen entschieden. Bei den Fünfjährigen konnten neun der insgesamt 24 gestarteten Pferde ohne Fehler bleiben und somit ihr Ticket für die Entscheidung lösen, bei dem sich am Ende Marian Stangel (SVK) mit "Afrika" an der Spitze durchsetzte. Schon als drittes Paar im Stechen blieben ihre 41,55 Sekunden die unschlagbare Richtmarke, an der keiner mehr vorbeikam. "Afrika" ist in wie sein Vater Converter in Oldenburg gezogen und hat mütterlicherseits mit Carthago reines Holsteinerblut in den Adern und sprang in allen drei Jungpferdeprüfungen ohne Fehler ins Ziel. Das zweitplatzierte Pferd "Quantum" geht nicht auf den gleichnamigen Holsteiner-Vererber Quantum zurück, sondern stammt von Quality ab und hat - wie Stefan Eder´s Spitzenpferd Chilli van Dijk - eine Alcatraz-Mutter. Er wurde vorgestellte von Kiss Zsolt (HUN) und kam in 42,02 über die Ziellinie. Eine gute halbe Sekunde dahinter reihte sich Monika Stangelova (SVK) auf "Bayardilla", einer Oldenburger-Stute nach Toulon, am dritten Rang (0 - 42,73 Sekunden / Stechen). Zur großen Freude der heimischen Zuschauer und rot-weiß-roten Anhänger kam Julia Bieler mit allen drei an den Start gebrachten Pferden ins Stechen. Mit "Lapolero", einem in Österreich gezogenen Wallach von Lapollo, wurde sie Vierte (0 - 44,67 Sekunden / Stechen), mit "Lagraferno", einem Hengst nach Lapollo, und "Lily Beach" (von Lupicor) reihte sie sich auf die Plätze acht und neun. Bereits angekündigt und vorhersehbar war der Nuller von Simon Johann Zuchi und seinem jüngsten Crack "Nana v. Pacher", die nach einem sensationellen Umlauf acht Strafpunkte im Stechen hatte und am Ende am siebenten Rang platziert war.
Nur vier der 21 TeilnehmerInnen schafften es, den 1,25 hohen Parcours der sechsjährigen Nachwuchspferde ohne Fehler zu beenden. Mit Startnummer eins ins Rennen um die Entscheidung kam Monika Stangelova (SVK) auf der Stute "Legendina" (von Certoon x Sandro) und düste über den Parcours in der Wahnsinnszeit von 37,56 Sekunden. Sehr couragiert und wagemutig nutzte die Slowakin die Grundschnelligkeit ihres Pferdes, behielt bis zum Ende die Führung und jumpte somit zum Sieg in der Youngster Tour. Dabei hatte es ihr die Konkurrenz nicht leicht gemacht, denn der letzte Starter Gyula Szuhai (HUN) riskierte nochmals ordentlich Tempo und musste sich mit "Katyusa" schlussendlich um nur drei Hundertstel geschlagen geben (0 - 37,59 Sekunden / Stechen). Dritte wurde Alice Janout mit ihrem Wallach "Enjoy the life A" (0 - 41,81 Sekunden / Stechen). Nur knapp den Einzug in die Entscheidung verpasst hatte Simon Johann Zuchi, der den Grundparcours mit seinem Hengst "Agento v. Pachern" sehr vorsichtig anlegte und deswegen einen Zeitfehler kassierte (7. Rang).
Insgesamt 15 siebenjährige Youngsters machten den Abschluss und mussten sich ordentlich ins Zeug legen, denn der technische 1,35 Meter hohe Parcours forderten den Jungpferden schon einiges ab. Am Ende kamen sechs von ihnen ins Stechen, das in eindrucksvoller Manier Balsz Horvarth (HUN) für sich entscheiden konnte. Er setzte auf seine in Ungarn gezogene Stute "PM Jumping Lady", dessen Vater Jaguar Mail viel französisches Blut hat und bei den Olympischen Spielen in Peking 2008 am Start war. Am zweiten Rang jumpte Simon Johann Zuchi mit seiner ÖWB-Stute "Flair v. Pachern" (von Alvares), die bereits im letzten Jahr mehrmals bei internationalen Jungpferdeprüfungen aufhorchen ließ. In den ersten beiden Teilbewerben hat es sich schon abgezeichnet, dass Helmut Morbitzer mit seinem schicken, sprunggewaltigen Schimmelwallach "Caruso 416" ein heißer Siegesanwärter ist. Der Sohn des Cassini I x Joost blieb sowohl im Grundumlauf als auch im Stechen ohne Fehler und sicherte sich Rang drei.
Sarka Capkova (CZE) siegreich Elite Tour
Einfach unschlagbar unterwegs waren Sarka Capkova (CZE) und ihr 14-jähriger in Holstein gezogener Carthago-Sohn "Chester 91" im zweiten Teilbewerb der Elite Tour, der den vorletzten Tag beim ersten Turnierwochenende des Equestrian Summer Circiut in Wiener Neustadt eröffnete. In der absoluten Bestzeit von 58,07 Sekunden brausten die beiden über die 1,15 Meter hohen Hindernisse und holten sich den phänomenalen Sieg. Zweiter wurde Judith Hönle (GER), die mit dem achtjährigen Oldenburger in 60,99 Sekunden ins Ziel kam. Die weiteren Platzierungen waren fest in rot-weiß-roter Hand: Rang drei ging an die Vize-Landesmeisterin und Schülerin von Natascha Kreutner Lea Hallwirth, die ihre in Österreich gezogene Tochter des Aquilino mit dem kecken Namen "Feine Dame" sattelte. Vierte wurde Michael Steinbrecher´s Schützling Lisa Carina Gschaider. Die frischgekürte Landesmeisterin der Jungen Reiter konnte vor drei Wochen erfolgreich ihre Reifeprüfung abschließen, sich nun voll und ganz aufs Reiten konzentrieren und mit ihrer Stute "La Fayette P" einen coolen Nuller zeigen. "Gestern hatte ich noch einen blöden Flüchtigkeitsfehler beim Einsprung der Kombination, aber heute hat dafür alles gepasst. Der Parcours war super zum Reiten und toll gebaut.", strahlte die sympathische Wienerin. Die gestrige Eröffnungssiegerin Alexandra Sixt ging ihre Runde mit "Lillifee" heute langsamer an und reihte sich in 63,08 Sekunden am fünften Platz. Die Ränge sechs, sieben und acht sicherten sich Delphine Kristofics-Binder mit der Fuchsstute "Fairytale 3", Carola Mayer-Leitzmann auf der erst siebenjährigen Contendro-Stute "Lady Loretta" und Christiane Fleischhacker mit der in Westfalen gezogenen "Pariska".
Stefan Eder verpasste nur knapp den Sieg in der Steinfeld Trophy
- Der Schweizer Urs Fäh gewann
Bei der letzten Entscheidung am Samstagabend ging es um die Steinfeld Trophy, eine Standardspringprüfung über 1,40 Meter mit einmaligem Stechen, für das 27 ReiterInnen genannt hatten. Der selektive Kurs forderte Pferd und Reiter einiges ab und so blieben schlussendlich nur sechs Arrivierte übrig für die Entscheidung. Hier war als einziger Österreicher auch Stefan Eder vertreten. Der Salzburger sattelte den schicken, erst siebenjährigen Fuchswallach "Axel 7" (von Ahorn), mit dem er nach einem sensationellen Grundparcours im Stechen ebenfalls eine fulminante Nullrunde hinlegte, die in 42,27 Sekunden auch noch ordentlich schnell war. Am Ende musste er sich aber von Urs Fäh geschlagen geben, der im Sattel seines elfjährigen Manhatten-Sohns "Tennessee IX" in sagenhaften 40,93 Sekunden ins Ziel düste. Dritter wurde Kamil Papousek (CZE) mit dem ebenfalls erst siebenjährigen "BEL Canto Hradiste", ein Sohn des Caruso und Cento (0 - 46,33 Sekunden / Stechen). Mit einem super Ritt aber leider auch einem ärgerlichen Flüchtigkeitsfehler unterwegs war Sascha Kainz, der sich aufgrund seiner zügigen Runde noch am zehnte Rang platzieren konnte.
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Startschuss beim Equestrian Summer Circuit in Wiener Neustadt

Fotos: Miriam Tilli / Julia Bieler
Helmut Morbitzer
Theresa Pachler
Benedikt Domaingo

- 05.07.2011 Wiener Neustadt  ++  Zwei Wochenenden, zwölf Turniertage und eine Gesamtdotation von 120.000,- Euro - das ist das Equestrian Summer Circuit in Wiener Neustadt, zu dem Familie Steinbrecher vom 05.-10. Juli und 12.-17. Juli einlädt  ++  Los ging es am heutigen Dienstag, den 05. Juli 2011, mit den Jungpferdeprüfungen und den Eröffnungsbewerben für alle NachwuchsreiterInnen. Für den Parcoursbau konnte an diesem ersten Turnierwochenende der begnadete Kursdesigner Christoph Georg Bödicker aus Deutschland gewonnen werden, der das erste Mal nach seiner krankheitsbedingten Pause wieder auswärts im Einsatz ist. Gemeinsam mit seinem Assistenten Franz Madl stellte er in den Jungpferde- und Nachwuchsspringprüfungen fordernde, aber faire Aufgaben in das Rund des 80 x 100 Meter großen Austragungsplatzes.
Die Jungpferde eröffneten das "Equestrian Summer Circuit 2011"

Über 1,15 Meter führte der Parcours der fünfjährigen Youngsters, bei denen elf der 26 gestarteten Nachwuchshoffnungen ohne Fehler blieben und ex aequo am ersten Rang gewertet wurden. Neben Antonia Schnabel (GER) auf der Quidam´s Rubin-Tochter "Qualeska 3", Balasz Horvath (HUN) mit dem sprunggewaltigen "PM Landetto", Kamil Papousek (CZE) mit allen drei an den Start gebrachten Pferden "Bonito" (von Cavalier), "Buddy Holly" (von Verdi) sowie "Gigolo vant Breehof" (von Contact VD Heffinck), Marian Stangel (SVK) auf der Oldenburgerstute "Afrika" und Ondrej Zvara (CZE) mit "Cardiff dwerse Hagen Z" und "Gaetan van D´Abdijhoeve" waren auch der Steirer Simon Johann Zuchi mit der schicken Santander H-Tochter "Nana von Pachern" und die frischgebackene Wiener Landesmeisterin Julia Bieler mit ihren beiden selbstgezüchteten und selbstausgebildeten Nachkommen ihres Spitzenhengstes "Lapollo" - der Wallach "Lapolero" und der in Belgien gekörte Hengst "Lagraferno" - platziert. Bei den Sechsjährigen konnten neun der 22 Pferd-Reiter-Paare den 1,25 Meter hohen Parcours fehlerfrei beenden und sich somit eine Platzierung sichern: Gyula Szuhai (HUN) mit seinen drei Youngsters "Lamborgini" (von Carinue), dem Oldenburger "Achilleus" sowie der Kannan-Tochter "Katyusa", der Tscheche Kamil Papousek mit beiden gestarteten Pferden "Aurena" (von Padinus) und dem Catoki-Nachkommen "Camil", der hier im Frühjahr das Jungpferdefinale gewinnen konnten, Monika Stangelova (SVK) auf "Legendina", Urs Fäh mit dem Holsteiner Coriano-Sohn "Campino X", Mariann Hugyecz (HUN) mit dem schicken "Chacco Boy", ein Sohn des Holsteiner-Spitzenvererbers Chacco-Blue, und Zsolt Kiss (HUN) auf dem Oldenburger-Hengst "Ludwig". Den Abschluss bei den Jungpferden machten die siebenjährigen Nachwuchsrösser, die einen Parcours über 1,35 Meter zu überwinden hatten. Von den 15 TeilnehmerInnen blieben am Ende fünf ohne Fehler und teilten sich somit den ersten Rang: Balasz Horvath (HUN) mit seinen drei Pferden "PM Jollywood", "PM Jumping Lady" und "Unija", Sebastian Haas (GER) mit "Eclips DA" und der Linzer Hausherr Helmut Morbitzer, der den gewaltig springenden Cassini I-Sohn "Caruso 416" vorstellte.
Rot-weiß-roter Sieg in der Junioren Tour: Theresa Pachler (NÖ) gewann mit "Gregori 3"
Nachdem die Youngster Touren der Nachwuchspferde entschieden wurden, stand als nächstes die Eröffnungsprüfung der Junioren Tour am Programm. Dieser 1,30 Meter hohe Bewerb war als Zweiphasenspringen gerichtet, das in eindrucksvoller Manier Theresa Pachler (NÖ), eine begnadete Schülerin von Jörg Domaingo, für sich entscheiden konnte. Im Sattel ihres Golden Miller-Sohns "Gregori 3" legte sie ihre Runde in der zweiten Phasen von Anfang an auf Sieg an, zog die enge Linienführungen zügig und couragiert durch, kam mit der absoluten Bestzeit von 35,21 Sekunden ins Ziel und verwies Hanna Schrenk (GER) am zweiten Rang (0 - 38,22 Sekunden). Ebenfalls in beiden Phasen fehlerfrei geblieben war die letzte Starterin Lisa Janout (OÖ) mit ihrem Mecklenburger Schimmelwallach "Casanova 369", die in 39,72 Sekunden Dritte wurden. Die frischgekürte Wiener Landesmeisterin Marlene Agota (W) kam mit ihrem 14-jährigen Wallach "Kolibri´s Konvoi" auch in den entscheidenden Umlauf ein, kassierte hier jedoch am drittletzten Hindernis, einem luftigen Steinsprung aus einer kurzen Linkswendung, einen Abwurf und rangierte mit ihrer schnellen Zeit von 36,02 Sekunden am fünften Platz.
Zweiter Triumph für das Gastgeberland: Benedikt Domaingo (NÖ) siegreich in der U25-Tour
Für die U25-ReiterInnen blieb der Parcours der Zweiphasenspringprüfung derselbe, lediglich die Hindernisse wurden auf ausgeschriebene 1,40 Meter erhöht. Für das Siegerpaar Benedikt Domaingo und seinen kongenialen Oldenburger-Wallach "Concord 53" keine schwierige Aufgabe und so sprang das Duo mit einer schon spielerischen Leichtigkeit über beide Phasen und in schnellen 35,73 Sekunden über die Ziellinie und sorgten dafür, dass am heutigen Eröffnungstag bei der Siegerehrung das zweite Mal die Österreichische Hymne gespielt wurde. Rang zwei ging an Lisa Janout (OÖ), die ja bereits bei den Junioren mit einem Stockerlplatz aufhorchen hat lassen. Die Oberösterreicherin zog mit einem coolen Nuller in die zweite Phase ein, die sie leider nicht optimal beenden konnten (13 - 52,11 Sekunden).
Alle Ergebnisse und Startlisten finden Sie unter www.reitergebnisse.at .

Nationale und internationale Springsportklassiker in Wiener Neustadt

- 23.05.2011 Wiener Neustadt  ++  Drei erstklassige Veranstaltungen stehen diesen Sommer auf der prächtigen Anlage von Familie Steinbrecher vor der Tür: In wenigen Wochen werden vom 17.-19. Juni die Wiener Landesmeisterschaften im Rahmen eines gut dotierten CSN-B* über die Bühne gehen und beim "Equestrian Summer Circuit 2011" , das Anfang Juli datiert ist, wird zwei Wochen lang internationaler Springsport der besonderen Klasse geboten  ++  Bereits legendär und in der Springsportszene allbekannt sind die Wiener Landesmeisterschaften in Wiener Neustadt, denn hier hat sich der renommierte Parcourschef Hubert Kuttelwascher etwas Besonderes einfallen lassen: Um den Rechenbewerb noch spannender zu gestalten und die Herausforderung der Meisterschaften noch größer zu machen, kreierte der Kursdesigner eine gefürchtete vierfache Kombination, die in Österreich einmalig ist und auch heuer wieder aufgebaut wird, wie er uns im Vorfeld schon verraten hat.
Neben der Titelvergabe in allen Klassen (Jugend, Junioren, Junge Reiter, Senioren und der Allgemeinen Klasse), wartet dieses nationale CSN-B*-Turnier mit Jungpferdeprüfungen an allen drei Tagen auf sowie mit zwei offenen M-Springen, die jeweils mit 200,- Euro auf Sieg dotiert sind, und dem sonntägigen Großen Preis der Klasse S*, bei dem eine Siegesprämie von 600,- Euro winkt.
Ein knappes Monat später geht es bei den zwei CSI2*-Events zur Sache, die nicht nur mit Weltranglistenspringen locken, sondern auch mit dem vielfältigen Programm: Neben den üblichen Prüfungen der Kleinen, Mittleren und Großen Tour sind auch Children, Junioren, U-25, Amateur und Youngster Touren für fünf-, sechs- und siebenjährige Nachwuchspferde ausgeschrieben. Um das geplante Programm durchziehen zu können, wird jeweils schon am Dienstagvormittag gestartet. Los geht´s vom 05.-10. Juli mit dem ersten internationalen Sommer-Highlight in Wiener Neustadt und direkt eine Woche danach ist vom 12.-17. Juli das zweite fixiert.

Die Wiener Neustädter Sommer-Events im Überblick:

CSN-B* WIENER NEUSTADT (AUT) 17. bis 19. Juni 2011
Wiener Landesmeisterschaften Springen in allen Klassen Jugend, Junioren, Junge Reiter, Senioren & Allgemeine Klasse
CSI2* CSICHJYU25-A CSIYH-A WIENER NEUSTADT (AUT) 05. bis 10.07.2011 Equestrian Summer Circuit 2011
Championat von Wiener Neustadt Steinfeld Trophy
CSI2* CSICHJYU25-A CSIYH-A WIENER NEUSTADT (AUT) 12. bis 17.07.2011 Equestrian Summer Circuit 2011
Ostarichi Grand Prix Großes Steinfeld Derby Ostarichi Championat 5, 6, 7 year old horses
Alle weiteren Infos und News gibt es unter www.pferdenews.eu  sowie auf der Event-Seite www.horses4sport.com