Neustadt - CSI2*-Events November 2011

Der Schweizer Marc Oertly triumphiert beim Hallen Grand-Prix in Wr Neustadt

Fotos: Miriam Tilli

- 22.11.2011 Wiener Neustadt  ++  Im ersten der beiden Hallen-Grand Prix von Wiener Neustadt triumphierte der Schweizer Marc Oertly  ++  Sonntag ist Finaltag. Und so standen am letzten Veranstaltungstag die alles entscheidenden Finalprüfungen auf der Tagesordnung  ++  Nach einem Sieg und einem zweiten Platz sackte Jürgen Mayer (GER) auch das Finale der Kleinen Tour ein Pünktlich um 8:00 Uhr früh ging´s los mit dem ersten Bewerb, der 1,25 Meter hohen Small Tour, für die Insgesamt 45 ReiterInnen genannt hatten. Mit dabei waren auch die beiden hochgeheißenen Favoriten und Gewinner der ersten beiden Teilbewerbe am Freitag und Samstag Markus Saurugg und Jürgen Mayer. Sie setzten natürlich auf ihre Siegerpferde "Success 9" und "Wie Waldi 3", die - wie man weiß - unheimlich schnell sein können und im Parcours mit vollstem Einsatz mitkämpfen. Als 14. Starter kam der diesjährige Grand Prix Sieger vom PS-Festival in Stadl-Paura, Jürgen Mayer, in die Bahn und pilotierte seinen in Ungarn gezogenen Wallach "Wie Waldi 3" wie erwartet mit hohem Tempo und auf absolut innerster Linie über die Hindernisse und übernahm in 51,04 Sekunden ganz klar die Führung. Seine Runde genau begutachtet hatte der nächste Starter Markus Saurugg, der gleich im Anschluss das Finale der Kleinen Tour in Angriff nahm. Auch er war mit seiner flinken Ramirado-Tochter, die auf den berechtigten Namen "Success 9" hört, zügig unterwegs, riskierte aber in den Wendungen weniger Speed und musste sich in fehlerfreien 52,51 Sekunden am zweiten Rang geschlagen geben. Dritter wurde Mikhail Shemsehlev (RUS), der auf der erst siebenjährigen Quite Capitol x Caletto I-Tochter "Siphy" in 54,21 Sekunden ins Ziel brauste. Unter die Top-Ten kamen überdies die beiden Österreicher Daniel Sonnberger, der mit "Canon 2" wie gestern schon einen perfekten Nuller ritt (5. Platz), und Carola Lehner, die ihren zehnjährigen Wallach "Twain" sattelte und Sechste wurde.
Sandra Kölcsey-Rieden (HUN) kürte sich zur Siegerin im Finale der Elite Tour
In der Finalprüfung der Elite Tour, die über 1,20 Meter führte, qualifizierten sich sieben der 17 Gestarteten für das entscheidende Stechen, wo allesamt jagt auf die fehlerfreie Bestzeit von Sandra Kölcsey-Rieden (HUN) machten. Die Ungarin legte gleich als erste Stechteilnehmerin mit ihrem achtjährigen Alvarez-Sohn "Astronaut Arni" eine famose Runde hin. Dass ihre 41,11 Sekunden bis zum Schluss für den Sieg reichten, hätte man sich vorher wohl nicht gedacht, aber keiner der weiteren sechs Mitstreiter konnte dieses Ergebnis toppen. Mit einem makellosen Nuller jumpte Daniel Sonnberger´s Schülerin Valentina Pfeifer am zweiten Rang. Platz drei ging an den absolut schnellsten in der Entscheidung: Benjamin Saurugg, der jedoch einen vollkommen unnötigen Fehler am ersten Hindernis bekam. Dahinter reihte sich Claudia Gossler auf "Braveheart 5" am vierten Rang ein.
Julia Bieler´s "Lagraferno" und "SIEC Castillo" unter Richard Grom (GER) sind die Winner der Youngster Tour Finali
Ganz schön anspruchsvoll waren die Prüfungen der Jungpferde Touren für fünf- sowie sechs- und siebenjährige Nachwuchspferde. Tückisch gestalteten sich nicht nur technische Folgen auf gerader und gebogener Linie, sondern auch eine direkt an der Bande platzierte dreifache Kombination. Wurde an den ersten beiden Tagen nur nach Fehlerpunkten gerichtet, so fiel die Entscheidung in den heutigen Finalprüfungen mit einem Stechen. Bei den fünfjährigen Jungpferden schafften fünf der 20 TeilnehmerInnen den erhofften Einzug ins Stechen und dieses nahm nicht nur einen überaus spannenden Verlauf, sondern auch ein traumhaftes Ende: Nachdem Marina Vinnichenko (UKR) und Jamie Wingrave (HUN) mit sehr flüssigen Nullrunden in Führung lagen, kam als letzte Starterin die Lokalmatadorin und Aushängeschild der Vienna Horsesport Association, Julia Bieler, mit ihrem talentierten und bildhübschen Hengst "Lagraferno" in die Bahn. Dieser in Österreich gezogene und in Belgien gekörte Hengst ist ein unverkennbarer Nachkomme ihres Spitzenpferdes "Lapollo", der ihm wie ein genaues Abbild gleicht. Mit viel Übersicht, einer genialen Strategie und der notwendiger Courage im Sattel passte bei ihrer Stechrunde einfach alles: Tempo, das notwendige Risiko gepaart mit dem erforderlichen Gefühl, das junge Pferd nicht zu waghalsig rennen zu lassen, und die Stärken gekonnt auszunützen. So spielte sie den Trumpf, den großräumigen Galopp, aus und holte in den langen Wegen die Zeit heraus, ohne in den Wendungen zu viel zu riskieren. Unterstreichen konnte Julia Bieler ihren famosen Triumph im Jungpferde Finale der Fünfjährigen mit ihrer Stute "Lily Beach", mit der sie im Stechen zwar einen Abwurf kassierte, aber dennoch sensationelle Fünfte wurde. Dahinter reihte sich Carola Lehner mit dem sprunggewaltigen "Contex 9" (von Con Air) am sechsten Rang ein. Die beiden hatten leider am letzten Stechhindernis einen Abwurf.
Im Anschluss daran kämpften die sechs- und siebenjährigen Nachwuchsrösser mit den Tücken des Stechparcours. Probleme gemacht hatte vor allem das Überbleibsel der dreifachen Kombination, wo doch einige der sichergeglaubten Siegesanwärter Flüchtigkeitsfehler kassierten, da sie entweder zu unbedacht auf den Einsprungsteil ritten oder gleich über dem relativ breiten Aussprungsoxer nach rechts abwenden wollten und dadurch die Weite nicht bekamen. Dieses Schicksal ereilte alle drei für das Stechen qualifizierten siebenjährigen Pferde und so kürte sich ein erst sechsjähriger Nachwuchscrack zum großen Finalsieger des Wochenendes. Hören tut der siegreiche Schimmelwallach auf den Namen "SIEC Castillo" und ist ein Sohn des Holsteiners Cardino, der auf die Spitzenvererber Carthago Z und Landgraf I zurückgeht. Unter seinem Reiter Richard Grom gab der Sechsjährige mit der auffallend runden Bascule über den Hindernissen alles und sicherte sich in exakt 42 Sekunden den Sieg. Zweiter wurde Daniel Lahmann (GER), der es mit sehr viel Können verstand, seinen quirligen, sehr lebhaften "I Z Castellino D´Oro", ein in Oldenburg gezogener Sohn des Come On und Latus, perfekt über den Stechparcours zu pilotieren (0-42,69 Sekunden). Der dritte Rang ging an das beste heimische Duo: Isabel Roman-Karajan und ihren Oldenburger "Jerry Lee P". Sowohl im Grundumlauf als auch im Stechen waren die beiden souverän null unterwegs und beendeten ihre Runde in sicheren 48,13 Sekunden. Ebenfalls platziert war Barbara Belousek, die mit ?Aberlina" ausgerechnet am ersten Sprung einen ärgerlichen Abwurf kassierte (7. Rang).
Im Little Prix spielte die Österreichische Hymne!
Jürgen Krackow gewann Der Little Prix wurde in einer Zweiphasenspringprüfung entschieden und die hatten es ganz schön in sich: Hoch, breit und technisch gestaltete sich gleich zu Beginn Phase Nummer eins, sodass sich das Starterfeld im entscheidenden Umlauf stark reduzierte. Hier musste man dann schon ordentlich Gas geben, um sich den ersehnten Sieg zu sichern, denn die ersten fünf Platzierten lagen am Ende nur innerhalb einer guten halben Sekunde. Am besten gemacht hatte es heute Jürgen Krackow, der sich mit "Acoestique B" in 30,24 Sekunden den Sieg sicherte. Ganz knapp dahinter platzierten sich Amke Stroman (GER), die sich mit ihren 30,30 Sekunden nur um sechs Hundertstel geschlagen geben musste, und Ferenc Szentirmai (UKR), der seine Runde in 30,46 Sekunden beendete, auf den Rängen zwei und drei. Einen Top-Rang ergattern konnte überdies noch Isabel Roman-Karajan, die mit "Panjana vom Wellberg CH" einen sicheren Nuller ritt und Neunte wurde.
Im ersten der beiden Hallen-Grand Prix von Wiener Neustadt triumphierte der Schweizer Marc Oertly
Ja, man konnte die spannungsgeladene Stimmung vor dem finalen Großen Preis schon spüren. Es ging immerhin um das Hauptspringen des Wochenendes und um wertvolle, begehrte Weltranglistenpunkte. Kein Wunder also, dass die Arrivierten schon allesamt fieberhaft auf die Parcoursbesichtigung warteten, im Vorfeld über die Linienführungen rätselten und in Scharen dann den 1,45 Meter hohen Kurs genau studierten. Dieser war sehr selektiv, aber fair aufgebaut und stellte keine komplett unlösbaren Aufgaben. Dass sich hier in Wiener Neustadt wirklich starke Konkurrenz tummelte, verdeutlichte der Blick auf die Ergebnisliste: Elf der 37 gestarteten Jockeys kamen ohne Fehler ins Ziel und konnten somit ihr Ticket für die anschließende Entscheidung lösen. Zum Bedauern der heimischen Anhänger war hier leider kein rot-weiß-roter Reiter vertreten. Dies schmälerte aber nicht die Spannung des Stechens, denn der Ausgang dieser Finalprüfung nahm einen überraschenden Verlauf. Gleich als erster Teilnehmer in der Entscheidung ritt Marc Oertly (SUI), gestrig drittplatziert in der Großen Tour, mit seiner beständigen "Tamira IV" eine wahrlich fulminante Runde. Ohne Rücksicht auf die Abmessungen der Sprünge brauste der Schweizer mit vollem Speed über den Stechparcours, legte die Wendungen sehr eng und risikoreich an und galoppierte kaltschnäuzig in einem Zug Richtung Schlussoxer. Nach diesem überaus gelungenen Ritt wusste man schon, das war richtig schnell. Und an diesen 41,11 Sekunden hatte die weitere Konkurrenz gehörig zu beißen. Am Ende schaffte keiner der weiteren zehn, diese Richtmarke zu toppen und am Ende behielt er als erster Starter auch eindeutig die Nase vorne. Mit genau einer Sekunde Rückstand platzierte sich Burak Azak (TUR) in fehlerfreien 42,11 Sekunden auf Rang zwei. Dahinter wurde Ales Opatrny (CZE) in 42,80 Sekunden Dritter. "Das Turnier hier in Wiener Neustadt hat mir super gefallen. Ein großes Lob auch an den Parcoursbauer. Das waren wirklich tolle Springen. Leider habe ich nächstes Wochenende schon anderwertig verplant, aber ich komme sicher wieder.", lobte der frischgebackene Grand Prix Sieger Marc Oertly die Veranstaltung. Der Schweizer wird übrigens morgen seinen 27. Geburtstag feiern und hat sich heute wohl mit seinem fabelhaften Triumph das schönste Geschenk selbst gemacht.
Thomas Weinberg (GER) entschied das abschließende Punktespringen für sich
Nachdem der Große Preis von Wiener Neustadt entschieden war, nahmen die letzten motivierten ReiterInnen die 1,40 Meter hohe Punktespringprüfung mit Joker in Angriff. Im Sattel von "Escobar 20", einem in Hannover gezogenen Sohn des Escudo I, brillierte hier Thomas Weinberg (GER), der seine Landsfrau Amke Stroman (GER) am zweiten und Mikhail Shemshelev (RUS) am dritten Rang verwies.

Schweizerin schlug in Wiener Neustadt zu!

Fotos: Miriam Tilli / Christina Liebherr (SUI)

- 20.11.2011 Wiener Neustadt  ++  Christina Liebherr holte sich den Sieg in der Großen Tour  ++  Österreich ist ein guter Boden für Christina Liebherr: Vor wenigen Wochen siegte die Schweizerin im Großen Preis von Linz und heute gewann sie den zweiten Teilbewerb der Big Tour in Wiener Neustadt  ++  Jürgen Mayer (GER) führte das Feld in der Kleinen Tour an - Amke Stroman (GER) und Daniel Lahmann (GER) komplettierten deutschen Dreifachsieg Gestern zweitplatziert und heute siegreich: Jürgen Mayer und der neunjährige, in Ungarn gezogene "Wie Waldi 3" sind im Rahmen der Kleinen Tour bei der Equestrian Winter Tour II in Wiener Neustadt nicht zu bremsen. Die beiden setzten sich mit ihren 48,27 Sekunden im zweiten Teilbewerb der Small Tour von 42 StarterInnen an der Spitze durch und verwiesen Amke Stroman (GER), gestern Dritte im Opening der Mittleren Tour, am zweiten Rang. Die Deutsche kam mit dem schicken Fuchswallach "Baloubet - S", wie der Name verrät ein Sohn des Baloubet du Rouet, in 49,52 Sekunden ins Ziel. Auch Rang drei war mit dem 27-jährigen Daniel Lahmann (GER) fest in deutscher Hand. Er beendete seine Runde auf der Oldenburger-Stute "Lucy 523" nach Ludwig von Bayer in 52,04 Sekunden. Über zwei Top-Plätze konnte man sich aus heimischer Sicht freuen: Zum einen kam Benjamin Saurugg mit "Fly H/M" in 55,04 Sekunden am siebenten Rang und zum anderen sicherte sich Daniel Sonnberger mit "Canon 2" (von Kannan x Quick Star) und einer knackigen Nullrunde Rang neun (55,86 Sekunden).
Das waren die Youngster Touren am Samstag
Elf Nuller bei den Fünfjährigen und 16 Nullfehlerritte bei den sechs- und siebenjährigen Nachwuchsrössern Ein Aufeinandertreffen von hochtalentierten Nachwuchscracks gab es auch heute wieder in den Youngster Touren für fünf-, sechs- und siebenjährige Jungpferde. Die Prüfungen wurden wie beim gestrigen Auftaktbewerb nur nach Fehlerpunkten gerichtet. Somit reihten sich alle null gebliebenen Pferd-Reiter-Paare ex aequo am ersten Rang. Von den 20 gestarteten fünfjährigen Youngsters bewiesen elf ihre Klasse als Springpferd und absolvierten den 1,15 Meter hohen Parcours ohne Fehler. Darunter waren Tobias Bachl´s Hengst "Casando B" (von Cassini I x Lando), Laszlo Gombos (HUN) mit "Quantum", ein in Holstein gezogener Sohn des Quality, Sergey Khomashko (RUS) auf "Januar 2", Tomas Kuchar (SVK) mit dem Belgier "Gandor van´T Graaf Janshof", Jana Slavikova (SVK) mit dem KWPN-Hengst "Balance", Amke Stroman (GER) auf einer überaus schicken Quadrigus M-Stute namens "Que Bonita 2" und einem Hannoveraner-Hengst "Flash Reloaded", Marina Vinnichenko (UKR) mit der in Belgien gezogenen Stute "Gloria PKZ" und Jamie Wingrave (HUN) mit "Quirosa", einer in Holstein gezogenen Tochter des Quintero, sowie die beiden heimischen Amazonen Carola Lehner auf dem Con Air-Nachkommen "Contex 9" und Julia Bieler mit ihrem gekörten und selbstgezüchteten Hengst "Lagraferno", der seinem Vater Lapollo wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
Im Anschluss daran gingen 42 sechs- und siebenjährige Nachwuchscracks an den Start, von denen 16 fehlerfrei blieben. Unter ihnen war auch viermal Österreich vertreten: Barbara Belousek mit ihren beiden Pferden "Bodegaardens Appolina" und "Fanatiker vh Dingeshof" (von Feliciano), Josef Schwarz jun. mit seiner sprunggewaltigen "Obora´s Olivia" und die Lokalmatadorin Julia Bieler auf ihrem imposanten Lupicor x Grannus-Wallach "Le Filou 26", der wie all´ ihre Pferde ein eigenes Zuchtprodukt aus dem Hause Steinbrecher ist.
Schon wieder Deutschland!
In der Mittleren Tour gibt es kein Vorbeikommen an Thomas Weinberg Bevor das Hauptspringen des Tages, die Große Tour über 1,45 Meter, losging lieferten sich die nach Wiener Neustadt angereisten Profis im zweiten Teilbewerb der Mittleren Tour schon ein heißes Rennen um den ersehnten Sieg. Beim Kampf um die Bestzeit wurde um jede Sekunde gefeilscht, jeder Meter eingespart und waghalsige Wendungen riskiert, um vorne stehen zu können. Am Ende waren die Sieger wie gestern schon: Thomas Weinberg und "Dorian Red 2". Die beiden lieferten eine exzellente Nullrunde ab, die vom ersten bis zum letzten Galoppsprung zügig angelegt war. Würde die Runde aber für die Führung reichen? Beim mächtigen Satz über den Schlussoxer blickten alle schon gespannt auf die Anzeigentafel: Bestzeit in 49,54 Sekunden bedeuteten den zweiten Sieg in Folge für das eingespielte Duo. Zwei sympathische Amazonen jumpten mit sensationellen Ritten aufs Stockerl: Christina Liebherr (SUI) spielte all´ ihre Stärke und Souveränität aus und pilotierte ihre in Irland gezogene Bergerac-Tochter "L.B. Rhapsody" in 50,30 Sekunden über die Ziellinie und auf Rang zwei. Die Stilistin Amke Stroman (GER) setzte wie gestern schon auf den KWPN-Wallach ?Sundance? und verteidigte in 51,13 Sekunden ihren dritten Platz vom Auftaktspringen. Drei Österreicher mischten in dieser internationalen Standardspringprüfung über 1,35 Meter mit: Jürgen Krackow wurde in 54,94 Sekunden Fünfter, Rainer Zöger kam auf "Dubai de Reve" in fehlerfreien 58,36 Sekunden ins Ziel (11. Rang) und am 16. Platz klassierte sich Bettina Landl mit ihrem bewährten "Capo B", die unter den wachsamen Augen ihres Trainers Daniel Sonnberger eine coolen Nuller hinlegte (64,01 Sekunden).
Schweizerin schlug in der Big Tour am Samstag zu
Christina Liebherr kürte sich zur verdienten Siegerin Es war der absolute Höhepunkt, das von vielen schon erwartete Highlight vom Samstag. Kein Wunder immerhin ging es nicht nur um den zweiten Teilbewerb der Großen Tour, sondern auch um die letzten Qualifikationsplätze für den finalen Grand Prix am Sonntag. Dementsprechend spannungsgeladen war die Atmosphäre bei den 49 genannten ReiterInnen und ihrer Anhänger, die sich die besten Plätze auf der beheizten Zuschauertribüne sicherten, um diese selektive Prüfung über reelle 1,45 Meter hautnah miterleben zu können. Auf den ersten Blick in den Parcours fiel nicht nur die sehr bunte Gestaltung - mit farbenfrohen Unterbauten, Gattern und neuer weißer Mauer - auf, sondern auch die am Beginn der Runde gefinkelte Linie, die so manchen Fehler kostete: Eine mächtige Oxer-Oxer-Kombination, der auf gebogener Linie eine luftige Steil-Steil-Kombination folgte, unter dessen Einsprung ganz tückisch eine Wasserplane platziert war. Dass sich der weitere Kurs nicht unbedingt einfacher aufgebaut war, verdeutlichte das Ergebnis: Nur acht der 49 TeilnehmerInnen meisterten die von Hubert Kuttelwascher und seinem Team aufgestellten Hürden ohne Fehler und holten sich somit auch ihr sicheres Ticket für den morgigen Großen Preis. Am absolut besten gemacht hatte es Christina Liebherr (SUI), die sich im Sattel ihrer erst achtjährigen "L.B. Con Grazia CH" mit über fünf Sekunden Vorsprung den Sieg holte. Sie ritt zu Beginn der Prüfung - schon mit Startnummer sechs - die gesamte Runde nicht nur mit sehr viel Übersicht und Courage, sondern auch mit vollster Überzeugung und Selbstsicherheit. Beim Flug über die Ziellinie wurde sie schlussendlich auch mit der unglaublichen Bestzeit von 55,36 Sekunden, der frühen und unschlagbaren Führung und dem klaren Sieg belohnt. Dahinter reihten sich die zehntplatzierten von gestern, Amke Stroman (GER) und der Oldenburger "Celentano 34" (von Landstern), am zweiten Rang ein. Waren sie gestern noch sicher, ihre Runde auf null angelegt unterwegs, so legten sie heute deutlich an Tempo und Risiko zu und strahlten zufrieden vom zweiten Rang (61,04 Sekunden). Der dritte Platz ging mit Marc Oertly (SUI), der übrigens kommenden Montag seinen 27. Geburtstag feiern wird, ebenfalls an die Schweiz. Er setzte auf die elfjährige KWPN-Stute "Tamira IV", seinem Nationenpreispferd vom diesjährigen CSIO in Lissabon (POR), wo er mit dem Schweizer Team hinter den siegreichen Schweden Zweiter wurde. Heute komplettierte er mit seinen 62,49 Sekunden das Trio am Treppchen.
Zum Zweiten! Dominika Gaalova (SVK) siegte erneut in der Elite Tour
Den Abschluss des heutigen Turniertages machten die 15 Amateure in der Elite Tour. Fast hätte alles nach einem rot-weiß-roten Dreifachsieg ausgesehen, denn mit Theresa Krießmann, Elisabeth Robatsch und Benjamin Saurugg stand dreimal Österreich an der Spitze des Starterfeldes. Aber man durfte die Rechnung nicht ohne die gestrige Siegerin Dominka Gaalova (SVK) machen, die sich mit "Taz Times" auch heute wieder von ihrer besten Seite zeigte und sich mit knappen drei Hundertstel Vorsprung auch den Sieg in dieser 1,15 Meter hohen Prüfung holte. Weiters platzierten sich für Österreich Claudia Gossler am siebenten und Valentina Pfeifer am achten Rang.

Zum Auftakt siegten die Gastgeber, Deutschland, Tschechien u. Slowakei

Fotos: Pferdenews.eu / Heinrich-Wilhelm "Kaiser" Johannsmann
Ales Opatrny (CZE) - Sieger der Großen Tour
Thomas Weinberg (GER) - Sieger der Mittleren Tour
Markus Saurugg (AUT) - Sieger der Kleinen Tour
Foto: Archiv Schnabel / INCALAN u. Antonia Schnabel - Manerbio 2011

- 19.11.2011 Wiener Neustadt  ++  Die zweite Equestrian Winter Tour 2011 startete am Freitag mit dem Eröffnungsspringen der Kleinen Tour, wo gleich zum Auftakt die rot-weiß-rote Hymne ertönte  ++  Das Hauptspringen des Tages, das Opening der Großen Tour, gewann Ales Opatrny (CZE)  ++  Siegesserie fortgesetzt! Das Auftaktsiegerpaar heißt Markus Saurugg & "Success 9" Einfach unglaublich: Zum dritten Mal findet im heurigen Turnierjahr 2011 ein internationaler Zwei-Sterne-Event in der großen Wiener Neustädter Halle statt und zum dritten Mal konnte der Steirer Markus Saurugg mit seiner unheimlich flinken und von der Konkurrenz zu Recht gefürchteten "Success 9" in der Eröffnungsprüfung über 1,25 Meter triumphieren. Bereits im Frühjahr war das kongeniale Duo im Rahmen der beiden diesjährigen Equestrian Winter Tour I-Turnieren Ende Februar und Anfang März von sechs Starts viermal siegreich und diese Erfolgsserie setzten sie in eindrucksvoller Manier fort: Fast drei Sekunden trennten den siegreichen Steirer vom zweitplatzierten Jürgen Mayer (GER), der ja hier in Österreich immer wieder ein gern gesehener Gast ist. Dritter wurde der Russe Mikhail Shemshlev, ehemaliger Grand Prix Sieger von Moskau, der auf die in Holstein gezogene Caretino-Tochter "Toscana 111" setzte.
Eigentlich aus dem Vielseitigkeitslager kommt die 24-jährige Amazone und amtierende Österreichische Staatsmeisterin Katrin Khoddam-Hazrati, die sich mit "Landregen", einem neun Jahre alten Trakehner, am hervorragenden sechsten Rang platzierte und einmal mehr bewies, dass sie auch Talent im Springsattel hat.
Er kam, sah und siegte: Thomas Weinberg (GER) gewann das heiße Rennen im Medium Tour Opening Lange hatte Deutschlands Ausnahmetalent Angelina Herröder in der Auftaktprüfung der Mittleren Tour über ausgebaute 1,35 Meter mit der Quidam de Revel-Tochter "ABC Tamara" geführt. An ihre Zeit von 54,16 Sekunden kam bis nach der Hälfte des Startfeldes keiner heran. Doch nach der Pause toppte eine Bombenzeit die nächste: Die 28-jährige Amke Stroman (GER) legte im Sattel der KWPN-Stute "Sundance" eine überaus coole und flotte Nullrunde hin und übernahm mit ihren 54,09 Sekunden ganz knapp die Führung. Gleich im Anschluss zauberte Thomas Weinberg (GER) auf dem Fuchswallach "Dorian Red 2", der nicht nur farblich sehr an Matthias Raisch´s "Atlantico" erinnert, sondern auch wie er blitzschnell über den Parcours eilen kann, eine Wahnsinnsrunde in der fehlerfreien Bestzeit von 52,38 Sekunden. Als vorletzter Starter machte es Sebastian Haas (GER), mittlerweile schon Stammgast hier in Wiener Neustadt, noch einmal richtig spannend: Mit "Chiara 240" hätte der Deutsche alles versucht, die Zeit zu knacken, legte seine Runde dementsprechend risikoreich auf Tempo an und wurde in 53,25 Sekunden mit Rang zwei belohnt. In der absolut schnellsten Zeit von 51,65 Sekunden wäre der Steirer Christian Nussmüller auf "Escorial 111" ins Ziel gekommen, kassierte jedoch am Ende des Parcours einen sehr ärgerlichen Hinterhandfehler an einem breiten Oxer. Dafür blieb er mit seinem "Chapot CE" fehlerfrei und sichert sich als bester Österreicher Platz elf.
Zwei Amazonen schafften ebenfalls mit schnellen Nullrunden den Sprung in die Platzierung: Julia Bieler wurde mit "Lady Touch" 13. und Isabel Roman-Karajan, Tochter des berühmten Dirigenten Herbert von Karajan, reihte sich mit "Panjano vom Wellberg CH" am 16. Rang.
Das erste große Springen des Wochenendes ging an Ales Opatrny (CZE) - Barbara Belousek wurde Zweite Für Ales Opatrny (CZE) und den ehrgeizigen Fuchshengst "Ahorn-T" ist im Eröffnungsspringen der Großen Tour, einer Zweiphasenspringprüfung über 1,45 Meter, alles aufgegangen. Sie absolvierten nicht nur die erste Hälfte der Runde souverän ohne Fehler, sondern hatten in der entscheidenden zweiten Phase mit der Bombenbestzeit von 30,08 Sekunden eindeutig die Nase vorne und verwiesen die beste Österreicherin Barbara Belousek auf Rang zwei. Die Steirerin setzte auf ihren stets motivierten "Esprit D´E.T.", mit dem sie in 30,60 Sekunden über die Ziellinie brauste. Vom dritten und fünften Platz strahlte eine der jüngsten TeilnehmerInnen des exquisiten Starterfeldes, Angelina Herröder (GER). Die 17-Jährige kam sowohl mit "Panthere de Bacon" (3. Platz) als auch mit "Pico´s Boy" (5. Platz) ohne Fehler ins Ziel und unterstrich einmal mehr ihre Klasse im Parcours. Grund zur Freude hatte auch die Vorarlbergerin Laura Lehner, die mit ihrem erfahrenen Spitzenpferd "Uster Van´T Heike" ebenfalls beide Phasen ohne Fehler beenden konnte und überglücklich aus dem Opening der Großen Tour ausritt.
Auftaktspringen der Youngster Tour für fünf-, sechs- und siebenjährige Nachwuchspferde
Die Jungpferde Touren sind bei den Wiener Neustädter Springturnieren schon ein fixer Bestandteil jeder Ausschreibung geworden. So haben bereits die Jüngsten unter dem Sattel die Chance, internationale Turnierluft zu schnuppern, die spannungsgeladene Atmosphäre kennenzulernen und sich mit Ihresgleichen zu messen. Um die Anforderungen etwas zu entschärfen wurden die ersten beiden Teilbewerbe vor der Finalprüfung am Sonntag wie üblich nur nach Fehlerpunkten entschieden. Somit klassierten sich alle Nullfehlerritte punktegleich am ersten Rang. Als erstes gingen die Fünfjährigen an den Start, von denen zwölf der insgesamt 20 TeilnehmerInnen den 1,15 Meter hohen, schon sehr bunt gestalteten Parcours fehlerfrei absolvierten: Sergey Khomashko (RUS) mit dem KWPN-Hengst "Januar 2", Antonia Schnabel (GER) auf "Qualeska 3" (von Quidam´s Rubin), Amke Stroman (GER) auf dem Hannoveraner-Hengst "Flash Reloaded", Jamie Wingrave (HUN) mit "Quirosa", einer in Holstein gezogenen Tochter des Quintero, Marina Vinnichenko (UKR) mit der Orlando-Tochter "Gloria PKZ", Zuzana Zelinkova (CZE) auf der Fuchsstute "Bojak" nach Kojak, Tobias Bachl (GER) mit dem Cassini II-Hengst "Casando B", der Slowake Tomas Kuchar auf dem belgischen Hengst "Gandor van´T Graaf Janshof", Jana Slavikova (SVK) mit dem Cantos-Sohn "Balance" sowie die Österreicher Rainer Zöger auf "Bam Bam 5" (von Arkansas), Marietta Robitza und Laura Lehner, die beide ihre Pferde "Galand van het Venushof" und "Cornet´s Cococay" erst seit heuer bekommen haben und schon optimal miteinander zurechtkommen.
Geringfügig erhöht und erschwert wurde der Parcours im Anschluss für die sechs- und siebenjährigen Youngsters, wo sich die Klasse der Pferde in der Ergebnisliste wiederspiegelte: Über die Hälfte des Starterfeldes - nämlich 29 der 42 gestarteten Pferde - meisterten die von Hubert Kuttelwascher aufgestellten Hürden mit Bravour und reihten sich ex aequo am ersten Platz ein. Aus österreichischer Sicht konnten neben Marlene Agota, die mit "Cascara 12" eine perfekte Nullrunde ritt, Patricia Galeitner mit ihren beiden sehr gut springenden Pferden Umonio? und "Mogli 17", Daniel Sonnberger auf "Alpha Noble" auch Barbara Belousek mit allen drei gestarteten Pferden "Bodegaardens Apollonia", "Fanatiker vh Dingeshof" und "Aberlina", Josef Schwarz jun. mit seiner "Obora´s Olivia", Isabell Roman-Karajan auf "Jerry Lee P" und "Alfred Stöger" auf "Fairplay van de Schranshoeve" aufhorchen lassen.
Aus deutscher (Rosenheim - Wardenburg) Sicht war die 7jährigen Tour auch für "INCALAN" (V: INCOLOR - Wellington - Argentinus aus der Zucht und im Besitz von Karl-Heinz Oeltjen aus Benthullen / Wardenburg) mit Antonia Schnabel (GER) erfolgreich. Das Paar absolvierte die Runde "Claer Round" in der vorgegebenen Zeit und erreichte ebenfalls Rang 1.
Der Sieg in der freitägigen Elite Tour ging an Dominika Gaalova (SVK) Zum Abschluss des Eröffnungstages beim CSI2* in Wiener Neustadt stand die eigens für die Amateure gedachte Elite Tour über 1,15 Meter am Programm. Hier zeichnete sich vor allem eine junge Amazone aus der Slowakei aus: Die 15 Jahre alte Dominika Gaalova konnte mit dem KWPN-Hengst "Taz Times" nicht nur diese Einlaufprüfung für sich entscheiden, sondern landete mit ihrem zweiten Pferd "Stardano" (von Stakkato) darüber hinaus noch am dritten Rang und somit am Treppchen. Ihren Doppelsieg verhindert hatte die Wienerin Claudia Gossler, die sich mit ihrem verlässlichen Parco-Sohn "Braveheart 5" den zweiten Rang sicherte. Weiters platziert waren Valentina Pfeiffer, der auf "What´s up 4" ein cooler Nuller gelang (5. Rang), Benjamin Saurugg, der auf "Enya 2" zwar mit der schnellsten Zeit ins Ziel kam, aber - begleitet vom unüberhörbaren Raunen seiner Anhänger - ausgerechnet am letzten Hindernis einen Abwurf kassierte (7. Rang), und Martin Wieser, der seine Runde ebenfalls mit vier Strafpunkte beendete und Achter wurde.

Hallenturnierserie in Wiener Neustadt geht in die erste Runde

- 18.11.2011 Wiener Neustadt  ++  Gleich zweimal haben alle motivierten ReiterInnen, die die schön langsam ausklingenden Turniersaison 2011 nach voll auskosten wollen, die Chance, bei besten Bedingungen und auf internationalen Zwei-Sterne-Niveau an den Start gehen zu können  ++  Denn Ende November stehen die Türen auf der Anlage von Familie Steinbrecher in Wiener Neustadt für zwei CSI2*-Events offen. Zur großen Freude des Veranstalterteams haben sich schon viele prominente Reitsportpersönlichkeiten angekündigt. Am morgigen Freitag geht´s los mit dem ersten Turnierwochenende.
Die Startlisten sind schon druckfrisch im Internet nachzulesen.
Der Link dazu: http://admin.reitergebnisse.at/pdf/11149StartFr.pdf 
Die Ergebnisse finden sie wie üblich ebenfalls unter www.reitergebnisse.at  . Das Teilnehmerfeld geht weit über die Landesgrenzen hinaus und so wird man morgen Arrivierte aus Italien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Deutschland, der Schweiz, Ukraine, den Vereinigten Staaten von Amerika, Türkei und Russland bewundern können. Darunter erscheinen bekannte Namen wie Christina Liebherr, jüngst kürte sich die Schweizerin zur Grand Prix Siegerin von Linz-Ebelsberg, Aleksander Onishcenko, Thomas Weinberg, Jürgen Mayer, Tobias Bachl, Juraj Hanulay auf und Österreichs Erfolgsgaranten wie der große Abräumer vom Frühjahr diesen Jahres Markus Saurugg, die sympathische Lokalmatadorin Julia Bieler, der vergangenes Wochenende beim Wiener Pferdefest top-platzierte Josef Schwarz jun. oder eine mit der man immer rechnen muss: Barbara Belousek.
Toller Sport von internationalen Springpferdeprüfungen, wo man die Stars von morgen zu sehen bekommt, bis zur Großen Tour, bei der sich die Profis unter Beweis stellen werden, ist garantiert. Alle blicken natürlich gespannt auf das Highlight des Wochenendes: Dem sonntägigen Großen Preis, der zum FEI Weltranglistenranking zählt.
Alle News, Berichte, Ergebnisse und Storys können Sie auf www.pferdenews.eu  täglich aktuell mit verfolgen.